Jahresarbeitszeit in Österreich knapp über EU-Schnitt

Die EU-Agentur Eurofound weist für 2016 eine Normal-Jahresarbeitszeit von 1.738,2 Stunden auf. Der EU-Schnitt liegt bei 1.719,5 Stunden.

Die von Wirtschaft und Industrie geforderte und von Arbeitnehmervertretern scharf kritisierte Arbeitszeitflexibilisierung trat am 1. September 2018 in Kraft.
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Brüssel, Wien - Die Normal-Jahresarbeitszeit der Österreicher liegt laut einer Statistik der EU-Agentur Eurofound (Agentur zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen) im Durchschnitt etwas höher als der EU-Schnitt. Laut diesen Daten (Stand 2016) betrug die Normalarbeitszeit (abzüglich bezahltem Urlaub und Feiertagen) 1.738,2 Stunden, im EU-Schnitt betrug sie 1.719,5 Stunden.

Damit liegt Österreich im Mittelfeld der EU-28. Deutlich geringer war die Arbeitszeit in vergleichbaren Staaten wie Deutschland, für das die Statistik eine Jahresarbeitszeit von 1.681,4 Stunden ausweist. Damit wird in Deutschland um 56,8 Stunden weniger Jahresarbeitszeit ausgewiesen als für Österreich.

Bei Urlaubstagen im Vorderfeld

Am geringsten ist demnach die Jahresarbeitszeit in Frankreich (1.616,2 Stunden), gefolgt von Dänemark (1.635,4 Stunden) und Schweden (1.664,3). Ebenfalls deutlich unter EU-Schnitt lagen neben Deutschland auch Großbritannien (1.679,8), die Niederlande (1.684,4) und Finnland (1.695).

Am anderen Ende der Skala finden sich die "neuen" EU-Staaten, angeführt von Estland und Ungarn mit jeweils 1.856 Stunden Jahresarbeitszeit. Dahinter folgen Polen (1.848) sowie Lettland, Litauen, Rumänien und Slowenien mit jeweils 1.840 Stunden.

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Der gesetzlich festgelegte Mindesturlaub liegt laut dieser Studie in Österreich mit 25 Tagen (fünf Wochen) eher im vorderen Feld der EU. Die Mehrheit der EU-Staaten (20 von 28) haben einen gesetzlich garantierten Urlaubsanspruch von 20 Tagen. 22 Tage sind das Minimum in Portugal und Spanien, 24 in Malta. 25 Tage gibt es in Österreich, Dänemark, Frankreich, Luxemburg und Schweden.

Freilich ist ein Vergleich schwierig, räumen die Autoren ein. Denn in zahlreichen Staaten gibt es auch abweichende Regelungen vom Mindesturlaub, etwa durch kollektivvertragliche Regelungen oder durch längere Betriebszugehörigkeit erworbene Urlaubsansprüche. (APA)


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