Doping-Video von Hauke veröffentlicht: Beamter ausgeforscht

Nach der Doping-Razzia in Seefeld sorgte ein veröffentlichtes Video für neue Aufregung. Dieses zeigt ÖSV-Langläufer Max Hauke, wie er auf frischer Tat beim Blutdoping erwischt wurde. Dem Polizisten, der das Video in Umlauf gebracht hat, drohen nun straf- und disziplinarrechtliche Konsequenzen.

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Der Doping-Skandal hatte die WM in Seefeld erschüttert.
© Imago

Wien, Seefeld – Das Video, das Langläufer Max Hauke bei der Polizeirazzia wegen Dopings im Rahmen der Nordischen Ski-WM in Seefeld mit einer Bluttransfusion im Arm zeigt und am Donnerstag von einigen Medien verbreitet wurde, soll von einem ermittelnden Beamten weitergegeben worden sein. Dieser wurde ausgeforscht und „vom Einsatz abgezogen“, gab das Bundeskriminalamt in Wien bekannt.

Dem Polizisten, dessen Auftrag es war, die Amtshandlung zu dokumentieren, drohen straf- und disziplinarrechtlichen Konsequenzen. Nachdem das Video von der Amtshandlung veröffentlicht wurde, hat das Bundeskriminalamt (BK) eine Überprüfung eingeleitet. In der Nacht auf Freitag ist der Beamte, der das wenige Sekunden dauernde Video in einen Messaging-Dienst eingespielt haben soll, ausgeforscht worden.

Mit sofortiger Wirkung vom Einsatz abgezogen

Der Mann wurde mit sofortiger Wirkung vom Einsatz abgezogen. Welcher Abteilung der Beamte zugehörig ist, dazu wollte das Bundeskriminalamt keine weitere Auskunft geben. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ermittelt in der Causa nun wegen des Verdachts der Verletzung des Amtsgeheimnisses.

Die Behörde wird jetzt den Erhebungsbericht der Polizei abwarten, wie sie auf Anfrage berichtete. Das Innenministerium befasst sich zeitgleich mit den disziplinarrechtlichen Folgen.

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Auch der Tiroler Tageszeitung lag das Video vor. Aus moralischen, ethischen und rechtlichen Gründen haben wir uns gegen eine Veröffentlichung entschieden. (TT.com)


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