Volleyball

Alpenvolleys lieferten Meisterprüfung gegen Friedrichshafen ab

Zwei Garanten des Tiroler Volleyball-Erfolgs: Headcoach Stefan Chrtiansky (r.) und Aufspieler Danilo Gelinski.
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Die mentale Bewährungsprobe bei Vizemeister Friedrichshafen absolvierten die Alpenvolleys mit Bravour. Das macht Lust auf mehr.

Von Daniel Suckert

Innsbruck – Die Gesichter nach der 0:3-Klatsche bei Meister Berlin hingen bei den Dunkelblauen nicht lange Richtung Süden. Beim Vizemeister Friedrichshafen erkämpfte sich die Truppe von Headcoach Stefan Chrtiansky einen 3:2-Auswärtssieg und brachte selbst den routinierten Trainerfuchs ins Schwärmen.

„Das war schon eine beeindruckende Antwort meiner Mannschaft. Vor allem, was die mentale Ebene betrifft“, holte der Slowake am Tag danach genüsslich aus. „Nach einem 1:2-Satzrückstand noch so zurückzukommen, tut immens gut.“ Lediglich in den Sätzen zwei und drei funktionierte das Service bei den Hypo-Mannen nicht wie gewünscht.

Den Auswärtserfolg beim frischgebackenen Cup-Sieger kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Die Tiroler haben heuer erst zwei Niederlagen erleiden müssen und dabei nie einen richtigen Einbruch erlebt. Nach Frankfurt (Weihnachten 2018) und eben Berlin hatte man stets die richtige Antwort parat. Eigenschaften, die eine Meister-Mannschaft von einem guten Team unterscheidet.

Dass es heuer so gut funktioniert, liegt vor allem an den Scoutingqualitäten von Chrtiansky, der bei Außenangreifer Hugo, Kirill Klets (Diagonal) und Pawel Halaba (Außenangriff) das richtige Näschen bewies. Und da wäre noch der gehaltene Aufspieler Danilo Gelinski, dessen Leistungen sein Coach schätzt: „Danilo hat bewiesen, dass er zu den besten zwei Aufspielern der Liga gehört.“

Sportlich will der Langzeittrainer noch nicht zu weit in die Ferne blicken. Aber aus den „letzten drei Grunddurchgangsspielen wollen wir das absolute Maximum herausholen und als Erster oder Zweiter in die Play-offs gehen“.

Der Erfolg der Innsbrucker hat allerdings seinen Preis. Die guten Leistungen wecken Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz und darum ist sich Trainer Chrtiansky sicher: „Der eine oder andere Star wird nicht zu halten sein. Aber damit müssen wir leben und es liegt an uns, das wieder zu kompensieren.“

Das ist allerdings (noch) Zukunftsmusik. Zunächst wollen Chrtiansky und Co. die Gegenwart genießen und den angestrebten Finaleinzug verwirklichen.