Arbeitslosenquote in Osttirol so niedrig wie seit 30 Jahren nicht
Der Osttiroler Arbeitsmarkt erlebt einen Höhenflug. In keinem anderen Bezirk ging die Arbeitslosigkeit von 2017 auf 2018 so stark zurück wie in Osttirol.
Lienz — Der Osttiroler Arbeitsmarkt hat in den letzten Jahren einen ungeahnten Höhenflug erlebt, die Arbeitslosenquote wurde kleiner und kleiner.
Rekord Nummer eins: Für das Jahr 2018 vermeldet das AMS Lienz einen neuen Tiefststand. „Nachdem bereits in den Jahren 2016 und 2017 eine gute Entwicklung zu verzeichnen war, kann das AMS Lienz über das Jahr 2018 wiederum eine äußerst positive Bilanz ziehen", erklärt Doris Batkowski, Leiterin des Lienzer Arbeitsmarktservice. „Die Arbeitslosenquote ist stark gesunken und beträgt für das Jahr 2018 7,2 Prozent. Dies ist der niedrigste Wert der letzten 30 Jahre."
Quotenvergleich: Vergleicht man die Lienzer Quote von 7,2 Prozent mit dem Tirol-Schnitt, so bleibt freilich noch Luft nach oben: Das gesamte Bundesland verzeichnete 2018 eine Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent. Betrachtet man die einzelnen Tiroler Bezirke, so schneidet Landeck mit 7,6 Prozent am schlechtesten ab.
Rekord Nummer zwei: In absoluten Zahlen waren 2018 durchschnittlich 1532 Personen beim AMS als arbeitssuchend vorgemerkt, etwas mehr Frauen als Männer. Im Vergleich zu 2017 waren das um 18,2 Prozent weniger. Dieser Wert ist auch im Tirol-Vergleich beeindruckend: In keinem anderen Bezirk ging die Arbeitslosigkeit von 2017 auf 2018 so stark zurück wie in Osttirol.
Große Nachfrage: Die starke Wirtschaft machte sich auch bei der Nachfrage nach Arbeitskräften bemerkbar: Die Firmen meldeten dem AMS im Jahr 2018 rund 2460 offene Stellen, das sind um fast 20 Prozent mehr als im Jahr davor. Die größte Nachfrage gab es von den Tourismusbetrieben, gefolgt vom Handel.
Rekord Nummer drei: Die Wirtschaft boomt, damit stieg auch die Zahl der Beschäftigten. Über das gesamte Jahr 2018 gesehen, gab es ein Plus von durchschnittlich 2,5 Prozent. Der Juli 2018 zeichnet sich durch ein Allzeithoch aus. Mit 20.824 unselbstständig Beschäftigten wurde ein in Osttirol noch nie dagewesener Spitzenwert verzeichnet.
Rückgang in allen Altersgruppen: Die gute Situation auf dem Arbeitsmarkt kam Jobsuchenden in allen Altersgruppen zugute: Sowohl den unter 25-Jährigen (ein Rückgang von 29,2 Prozent), den Personen im Haupterwerbsalter (minus 20,4 Prozent) als auch vorgemerkten Personen ab 50 (minus 10,5 Prozent).
Kosten der Arbeitslosigkeit: Das AMS Lienz zahlte 2018 Arbeitslosengeld, Notstandshilfe bzw. Übergangsgeld in Höhe von 16,1 Millionen Euro.
„Die Situation am Tiroler Arbeitsmarkt war 2018 ausgezeichnet und wird auch 2019 gut sein", sagt Batkowski. „Eine schnelle und qualitätsvolle Vermittlung bleibt 2019 im Fokus." (TT, co)