Bei Drogen-Deal in Innsbruck mit Messer bedroht: Raub nur erfunden
Ein Österreicher gab im März bei der Polizei an, von einem Drogendealer mit einem Messer bedroht worden zu sein. Nun stellte sich der Überfall als erfunden heraus.
Innsbruck – Eine überraschende Wendung nahmen die Ermittlungen im Fall eines vermeintlichen Raubüberfalls in der Sterzinger Straße in Innsbruck Anfang März. Wie sich herausstellte, hat das Opfer den Überfall erfunden.
Der Mann war damals in stark betrunkenem Zustand zur Polizei gegangen und hatte Anzeige erstattet. Seiner Aussage nach entrissen ihm zwei vermeintliche Drogendealer die Geldtasche, als er bei ihnen Cannabis kaufen wollte. Einer der Männer soll ein Messer gezückt und ihn bedroht haben. Mit dem Geld des Opfers soll der Räuber und zwei Begleiter dann geflüchtet sein. Eine großangelegte Fahndung wurde eingeleitet, eine Person wurde sogar vorübergehend festgenommen, kurz darauf aber wieder freigelassen.
Der fingierte Überfall hat für den Österreicher nun strafrechtliche Folgen. Gegen den Mann wird ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung eingeleitet. (TT.com)