Vor Mini-Kulisse lieferten die Haie ein starkes Resultat
Mit dem Saisonende vor Augen und ohne jeden sportlichen Druck feierten die Innsbrucker Haie einen 5:1-Heimsieg gegen Linz.
Von Alex Gruber
Innsbruck — Ein Blick in die Tiwag-Arena genügte — nach den schwachen Leistungen der Vorwochen hatten viele Fans genug gesehen, nur noch 700 treue Zuseher kamen ins Oval. Dabei war die Hütte beispielsweise vor zwei Jahren auch am Faschingsdienstag knackevoll — am 1. März 2017 verlor man im ersten Play-off-Viertelfinal-Heimspiel gegen die Vienna Capitals eine legendäre Partie mit zerbrochener Plexiglasscheibe sowie nach dreifacher Verlängerung und 104 Spielminuten mit 3:4. Auch vor einem Jahr grassierte das Play-off-Fieber in Innsbruck.
Die heißen Zeiten sind in dieser Saison ja vorzeitig vorbei. Am Dienstag „kämpften" nur noch die Linzer um ein Play-off-Ticket, waren aber teils komplett neben der Spur. „Was willst da noch sagen?", diktierte der Tiroler Linz-Manager Christian Perthaler nach einem 0:5-Rückstand und 40 Minuten. Weil Dornbirn gleichzeitig gegen Znojmo verlor, dürfen sich die Black Wings dennoch über ein Viertelfinal-Ticket freuen.
Gespielt wurde natürlich auch noch. Und Andrew Yogan zeigte mit einem Doppelpack und den Saisontreffern 32 und 33, dass er immer eine lockere und feine Hand hat. Gescheitert sind die Innsbrucker in dieser Saison ja an anderen Umständen. Nick Ross und Mike Boivin durften sich in Überzahl ebenso in die Torschützenliste eintragen lassen, den fünften Treffer markierte Sam Antonitsch mit dem Bauernschmäh. Und hinten glänzte Goalie Rene Swette in einem seiner wohl letzten Spiele für die Haie. Das sah auch Lubomir Stach, der bei seinem Ex-Club ebenso zu Gast war wie Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi.
Am Freitag steigt das letzte Heimspiel gegen Dornbirn. Vielleicht kommen da noch einmal mehr Fans ...