Neuer Chef und Produkte bei der Uniqa
Seit 1. März ist Manfred Miglar neuer Tiroler Uniqa-Landesdirektor. Die Kundenoffensive soll auch mit neuer Technologie weitergehen.
Innsbruck –Vor einem Dreivierteljahr hatte der damalige Landesdirektor Reinhold Resch nach drei Jahren die Uniqa verlassen, worauf der Vorarlberger Landesdirektor Markus Stadelmann interimistisch die Führung auch in Tirol übernommen hatte. Jetzt hat Tirols Versicherungs-Marktführer die Weichen an der Spitze neu gestellt: Stadelmann geht wieder zurück nach Vorarlberg, in Tirol übernahm mit 1. März der bisherige Leiter des Privat- und Geschäftskundenbereichs sowie Private Banking der Raiffeisen Landesbank Tirol, Manfred Miglar, den Topjob.
Er sei gekommen, um zu bleiben und die Nummer-eins-Position zu halten bzw. auszubauen, so Miglar. Die Uniqa habe in Tirol 247.000 Kunden und sei in allen großen Geschäftsfeldern Marktführer, in der Krankenversicherung mit sogar 55 Prozent Marktanteil. Das Prämienvolumen lag im Vorjahr inklusive des Bankvertriebs bei 399,7 Mio. Euro.
Eine Zusammenlegung der Landesdirektionen Tirol und Vorarlberg (in beiden Bundesländern hat die Uniqa etwa 30 Prozent Marktanteil), über die teilweise gemunkelt wurde, sei auch künftig nicht geplant, betonen Stadelmann und Miglar unisono. Ziel sei die weitere Stärkung der Kundennähe vor Ort. Die Uniqa hat in Tirol 394 Beschäftigte und exklusive Partner.
Mit neuen Produkten sollen laut Miglar zusätzliche Kunden gewonnen werden. Zum Slogan „Sicher, besser, länger leben“ biete man nach den Vital Coaches und Vital Hotels jetzt auch Lifestyle-DNA-Analysen für die Bereiche Ernährung, Sport und Abnehmen. Auch die Digitalisierung biete viele neue Möglichkeiten, von der raschen Bearbeitung von Versicherungsfällen über die Uniqa-App (was bereits 20 Prozent der Kunden machen) bis hin zu Sicherheits-Angeboten für Autofahrer (Notfall- und Unfallwarnungen usw.). Eine Offensive plane man auch zur Schließung der Pensionslücke für Frauen, zumal die durchschnittliche Frauenpension mit 1038 Euro um ein Drittel unter jener der Männer (1577 Euro) liege. Vom Staat (Finanzminister Hartwig Löger war früher Uniqa-Generaldirektor) erhoffen sich Miglar und Stadelmann steuerliche Anreize für die private Vorsorge und eine Pflichtversicherung für Naturgefahren.
Zum Kuh-Urteil wird betont, dass das Haftpflichtrisiko auf Almen in Landwirtschafts-Polizzen im Regelfall ausreichend gedeckt sei. Eine österreichweite Polit-Lösung sei aber zu begrüßen. (va)