Nimmt er jetzt den Hut? „Schlieri“ fliegt aus allen ÖSV-Kadern

Gregor Schlierenzauer wurde vom ÖSV nicht für die kommenden Weltcup-Springen nominiert. Damit ist die Saison für den Tiroler vorzeitig zu Ende. Wegen fehlender Ergebnisse verliert er außerdem seine Kaderzugehörigkeit.

  • Artikel
  • Diskussion (1)
Gregor Schlierenzauer überlegt, doch den Hut zu nehmen.
© gepa

Innsbruck – Der Verzicht der Sportlichen Leitung des ÖSV auf Gregor Schlierenzauer beim Weltcup-Endspurt hat für den Fulpmer weitreichende Konsequenzen: Der 29-Jährige verliert durch fehlende Ergebnisse seine Kaderzugehörigkeit. „Gregor gehört dann gar keinem Kader mehr an“, bestätigte der nordische Sportdirektor Mario Stecher. Die Ergebnisse sind ungenügend für die Nationalmannschaft, für den A-Kader (eins niedriger) liegt die Altersgrenze bei 25 Jahren.

Nach der Nichtnominierung für die Heim-Ski-WM in Seefeld war sein Verzicht bei der Raw Air bereits ein bitterer Rückschlag für Schlierenzauer. Damit ist die Saison für ihn vorzeitig zu Ende – er hat keine Möglichkeit mehr, sich für das Weltcup-Finale in Planica zu qualifizieren.

„Wenn ich das nicht mehr darf, endet meine Saison“

In einer Presseaussendung hatte Schlierenzauer mitteilen lassen, die Entscheidung zu akzeptieren, sie aber weniger nachvollziehen zu können: „Ich finde es schade, dass ich nicht die Möglichkeit bekomme, in der verbleibenden Saison dabei zu sein. Daher ist die Saison für mich leider auch schon zu Ende. Das ist bitter, weil ich das ganze Jahr heuer hart trainiert habe und versucht habe, den Schritt zu machen. Es hätte mich gefreut, einen tollen Abschluss in Norwegen zu finden. Aber ich habe das zu akzeptieren. Wenn ich das nicht mehr darf, endet meine Saison hier.“

Die Entscheidung fällten Stecher und Cheftrainer Andreas Felder zusammen. Warum das Duo diesen Beschluss fasste? „Wir haben ihm gesagt, dass er sich über den Continentalcup zurückkämpfen muss, wenn er sich nicht für die WM qualifiziert. Das ist nach wie vor unser Standpunkt“, erklärte Stecher.

10x Wanderausrüstung zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

„Er hinterfragt, ob das alles noch Sinn hat“

Für Schlierenzauer ist das eine sehr harte Zeit. Bisher hatte der 53-fache Rekordweltcupsieger jedoch immer erklärt, noch ein paar Jahre weiter skispringen zu wollen. Nach dem erneuten Rückschlag klingt das aber anders: „Ich lasse mir aktuell alles offen. Ich brauche jetzt erst einmal Abstand.“ Sein Manager Hubert Neuper bestätigte: „Er hinterfragt, ob das alles noch Sinn hat.“ Wie sehr Schlierenzauer die Situation zu schaffen macht, offenbart, dass er während der Titelkämpfe mit einer schweren Grippe das Bett hüten musste. (su/TT.com)


Kommentieren


Schlagworte