Kfz-Industrie

Autosalon Genf: Zwischen Superschlitten und E-Mobilität

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So teuer wie 100 neue Porsches: Bugatti zeigt auf dem Genfer Autosalon das teuerste Auto, das je gebaut wurde. Dieie Konzerne stellen aber auch viele neue Hybridautos und seriennahe E-Auto-Studien vor.

Genf – Der Autosalons Genf, die am Donnerstag eröffnet wird, zeigt vor allem eines: Die Hersteller – allen voran die deutschen – setzen inzwischen massiv auf E-Mobilität. Dabei liegt bei der mittlerweile 89. Ausgabe des Autosalons der Fokus aber wie jedes Jahr aufSportwagenund spektakulären Concept Cars sowie Studien.

Wie inzwischen üblich, schwänzen auch einige Hersteller die Veranstaltung. Heuer glänzen unter anderem Volvo und Ford durch Abwesenheit. Die Schweden wollen – nach eigenem Bekunden – ihre Autos nicht mehr auf klassischen Messen vorstellen, die Amerikaner wollen sich auf eigene Plattformen konzentrieren.

Hohe Dichte an Exoten

Das Prunkstück der heurigen Ausstellung: der Bugatti „„La Voiture Noire“, übersetzt schlicht „das schwarz Auto“. Das Einzelstück ist mit 1500 PS und 1600 Nm nicht nur wahnsinnig leistungsstark, sondern auch aberwitzig teuer. Satte 16,7 Millionen Euro soll die Edel-Karosse kosten.

Erstmals stellt auch der russische Staatskarossen-Hersteller Aurus am Genfer See aus. Überhaupt ist es die traditionell hohe Dichte an Exoten, die jedes Jahr die Besucher anlockt. So dürfte ein Besuch auf dem Genfer Autosalon die vermutlich einzige Gelegenheit sein, den 1926-PS-Sportwagen Battista von Pininfarina live zu sehen.

Doch neben all dem Luxus präsentieren die Hersteller auch eine ganze Bandbreite alltagstauglicher „Stromer“. So zeigen BMW und Audi etliche neue E-Modelle, vom X3 bis zum A8. Die Ingolstädter verzichten – wie auch Kia – an ihrem Stand sogar ganz auf klassische Verbrenner. VW-Tochter Seat gibt mit dem „El Born“ einen Ausblick auf den ersten „Elektrischen“ aus Spanien. Peugeot geht in der doch stark vertretenen Kleinwagen-Klasse voran: Der neue 208 debütiert nicht nur mit einem Verbrennungsmotor unter der Haube, sondern ganz selbstverständlich auch als e-208 mit 340 Kilometern Reichweite.

Weg der geringsten Kosten

Einwenig Strom hat auch Mercedes mitgebracht: Die Stuttgarter präsentieren den überarbeitete Mittelklasse-SUV GLC , der mit geglätteter Optik, frischen Assistenten und neuen Motoren punkten will; die neuen Vierzylinder-Benziner setzen auf dabei 48-Volt-Unterstützung.

Einen anderen Zugang hat Fiat Chrysler. Der europäisch-amerikanische Autobauer will drohende Strafzahlungen – anders als die Konkurrenz - wegen klimaschädlicher Abgase in Kauf nehmen, wenn das günstiger ist als hohe Investitionen für Elektroautos. „Wir nehmen den Weg mit den geringsten Kosten“, sagte FCA-Chef Mike Manley. Die Frage sei, ob die Kunden E-Autos kauften. Heute sei der Absatz in Europa sehr gering. Aber wenn der Markt sie verlange, werde auch Fiat Chrysler sie bauen.

Auf über 10.000 Quadratmetern werden im Messekomplex Palexpo mehr als 900 Marken präsentiert und rund 660.000 Besucher erwartet. 150 Weltpremieren stehen an. (TT.com)

Ab Freitag ist der Genfer Autosalon auch für Besucher geöffnet.
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