„Die Treffen sichern die Qualität unserer Arbeit“
Mitarbeiter von 90 Tiroler Jugendtreffs und -zentren sind diese Woche zusammengekommen. Besonders in diesem kleinstrukturierten Feld ist der Erfahrungsaustausch wichtig.
Innsbruck –In jedem Tal und in vielen Gemeinden gibt es einen. Jugendtreffs sind über das ganze Land verstreut. Einerseits gut, da die Betreuung der Kinder und Jugendlichen dort erfolgt, wo sie gebraucht wird: direkt vor Ort. Für die Mitarbeiter der Treffs und Zentren ist dieses kleinstrukturierte und zerstreute Modell jedoch oft ein Hemmnis, der Austausch mit Kollegen schwierig. Deshalb lädt die Plattform Offene Jugendarbeit Tirol (Pojat) die Mitarbeiter der rund 90 von ihr organisierten Standorte viermal im Jahr zu einem großen Treffen in Innsbruck. So auch am vergangenen Montag.
„Oft sind die Jugendarbeiter durch die geografische Lage ihrer Arbeitsplätze von den großen Zentren etwas abgeschnitten. Besonders den fachlichen Austausch unter ihnen und mit Experten versuchen wir mit den Zusammenkünften zu garantieren und zu fördern. Und natürlich auch die Kommunikation zwischen den verschiedenen Stellen“, sagt Pojat-Geschäftsführer Lukas Trentini. „Seit inzwischen 15 Jahren richten wir die Treffen aus, die jedes Mal einen anderen Themenschwerpunkt haben. Sie unterstützen und sichern die Qualität unserer Arbeit.“
Diesmal wurde Schnittstellen- und Netzwerkarbeit besprochen und diskutiert. „Eine wichtige Methode der offenen Jugendarbeit“, erläutert Trentini. „Zwar sind sie oft die ersten Ansprechpartner für das junge Publikum, im Fall der Fälle – wenn etwa schwere Probleme in den Familien auftreten – müssen sie aber genau wissen, wohin sie sich wenden können bzw. wohin sie die Jugendlichen vermitteln können.“ Dafür wurden etwa 20 Vertreter von Landesorganisationen und anderen Stellen eingeladen, die in Gesprächsrunden auf die Fragen der 70 anwesenden Jugendarbeiter aus Jugendtreffs, Jugendzentren oder von mobilen Jugendeinrichtungen antworteten.
Der Pojat-Chef erzählt, dass besonders „rechtliche Fragen, die Beantragung finanzieller Förderungen, Suchtprävention oder Gesundheit und Sexualität oftmals angesprochen werden. Auch rund um geschlechtsbezogene Jugendarbeit, die Schnittpunkte mit den Schulen oder den Übergang in die Arbeitswelt erkundigen sich die Jugendarbeiter.“
Seitdem das neue Tiroler Jugendschutzgesetz in Kraft getreten ist, seien diese auch mit Rauchverbot und den anderen dadurch entstandenen Änderungen stark konfrontiert. (bfk)