Kitzbühel

Bergbahn Westendorf investiert 15,5 Millionen Euro

Die neue Bergstation wird auf dem Gipfel in den Berg gebaut.
© AB Seilbahnplanungsbüro

Mit dem Fleidinglift wird ein Nadelöhr im Westendorfer Skigebiet aufgeweitet. Die Bauarbeiten starten bereits im Frühling.

Von Harald Angerer

Westendorf –Das Skigebiet Westendorf ist in der Skiwelt Wilder Kaiser Brixental nach wie vor eine Art Geheimtipp. Der ganz große Trubel findet um die Hohe Salve herum statt, auf dem gegenüberliegenden Nachtsöllberg zeigen sich weniger Skifans. Das könnte sich nun ändern. Denn vor allem der alte 3er-Sessellift Fleiding verleitet so manchen Wintersportler, nicht nach Westendorf zu fahren.

Doch die lange Liftfahrzeit hat mit 31. März dieses Jahres ein Ende. Dann wird der alte Lift abgetragen und weicht einer neuen 8er-Sesselbahn. „Die neue Bahn ist quasi der Mercedes unter den Doppelmayr-Anlagen“, schwärmt Bergbahn-Westendorf-Geschäftsführer Hansjörg Kogler. Doch die Anlage wird nicht nur moderner und schneller – sie braucht lediglich knapp fünf Minuten von der Tal- zur Bergstation –, sondern auch wesentlich länger. Dazu wird die Trasse ein wenig versetzt. Die Talstation rückt talauswärts und deutlich weiter nach unten in den Bereich „Schrandlwies“. Damit wird der Lift um 500 Meter länger und weist eine Gesamtlänge von 1500 Metern auf.

„Damit erschließen wir auch einen sehr schönen Hang“, ist Kogler begeistert. Auch wird damit ein nicht ungefährlicher Kreuzungsbereich auf der Piste zum Fleidinglift beseitigt. Insgesamt investiert die Bergbahn Wes­tendorf 15,5 Millionen Euro in die neue Anlage. Inbegriffen ist auch die neue Piste inklusive Beschneiungsanlage. Bereits bei der Erweiterung des Speichersees vor einigen Jahren wurde auf diesen neuen Lift Rücksicht genommen.

© AB Seilbahnplanungsbüro

Die Fleiding-Bergstation wird der höchste Punkt der Skiwelt, ist aber trotzdem nicht ganz auf dem Gipfel positioniert. „Wir wollen so behutsam wie möglich mit der Natur umgehen und nicht einen ganzen Gipfel abschleifen wie anderenorts“, sagt Kogler. Trotzdem sei das Thema „Panorama“ ein Kernpunkt beim neuen Fleidinglift. So sind es nur wenige Meter bis zum Gipfel mit 360-Grad-Blick und auf den obersten Stützen des alten Liftes soll eine Panoramaplattform entstehen. Die Bergstation der neuen Aufstiegshilfe soll zum Teil in den Berg gebaut werden. Der Skiweg soll zudem etwas verbreitert werden, um die angestiegene Zahl der Wintersportler besser aufnehmen zu können. So hat die neue Bahn eine Förderleistung von 2730 Personen in der Stunde, der alte Lift konnte lediglich 1800 Personen pro Stunde befördern.

Schon im Vorjahr wurden Vorarbeiten für die Piste getätigt und die Rodungen laufen bereits. Baubeginn ist Ende April und die Fertigstellung der Piste ist für Oktober 2019 geplant. Die technische Abnahme soll im November erfolgen, damit die neue Bahn im Dezember in Betrieb gehen kann.

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