Niederösterreichische Folienfirma Alufix meldete Insolvenz an

Die Alufix GmbH meldete am Donnerstag ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung an. Die Schulden belaufen sich auf rund 52 Millionen Euro.

Das Werk der niederösterreichischen Folienfirma Alufix.
© APA

Wien – Jeder kennt sie und jeder nutzt sie, „die stärkste Rolle im Land“ des Herstellers. Alufix-Folienverarbeitungsgesellschaft m.b.H. Doch nun ist das niederösterreichische Unternehmen zahlungsunfähig. Das Unternehmen hat einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Wiener Neustadt gestellt, gab Alufix am Donnerstag bekannt.

Laut Wirtschaftskompass waren im Vorjahr 150 Mitarbeiter bei Alufix angestellt. Ein Sprecher des KSV1870 sprach von 167 betroffenen Mitarbeitern. Die Firmenpassiva belaufen sich laut KSV-Angaben auf 52,4 Millionen. Euro, zudem seien 315 Gläubiger betroffen.

Starke Expansion

Als Grund für die nötige Sanierung gab das Unternehmen „unterjährige Produktionsschwierigkeiten im Jahr 2018“ bekannt. Diese hätten zu Lieferverzögerungen, Mehrkosten und Gewinnentgang geführt. Der KSV-Sprecher verwies zudem auf starke Schwankungen bei den Rohstoffpreisen.

Das Unternehmen erzeugt Folien aber auch Backpapier und Müllsäcke für Haushalt, Gastronomie und Gewerbe. Es hatte noch 2017 den Umsatz von 73 auf 80 Millionen Euro erhöhen könnent. Alufix expandierte in den letzten Jahren stark, vor allem in Osteuropa und tätigte in diesem Zusammenhang erhebliche Investitionen in Anlagevermögen und Beteiligungen. Bereits letztes Jahr war die Firma gezwungenmit den Kreditgebern hinsichtlich eines außergerichtlichen Ausgleichs zu verhandeln, berichtet die Tageszeitung Die Presse. Durch Umsatzrückgänge Anfang 2019 waren neuerliche Bankengespräche erforderlich, die jedoch Ergebnis brachten. Auch mit potentiellen Investoren wurde verhandelt, doch insgesamt war für einen Einstieg die Zeit zu kanpp. (APA, TT.com)


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