Bezirk Schwaz

Jenbach: Eine Inntalgemeinde im Wachstumsfieber

Gestern wurde in der Prantlsiedlung in Jenbach gefeiert: 45 neue Wohnungen können bezogen werden. 44 weitere werden hier noch gebaut.
© Dähling

Die NHT übergab 45 Wohnungen in Jenbach, 19 weitere folgen bald. Über 600 zusätzliche Wohnungen sind bis 2035 in der Gemeinde geplant.

Von Angela Dähling

Jenbach –Über 600 zusätzliche Wohnungen entstehen in Jenbach in den nächsten 15 Jahren. Viele davon unter der Bauherrschaft der Neuen Heimat Tirol, die laut GF Hannes Gschwentner tirolweit über 40.000 Menschen beherbergt – mehr als mancher Bezirk. Allein 800 Wohnungen hat die NHT in der 7120 Einwohner (Stand 1.1.18) zählenden Gemeinde Jenbach, wo sie auch derzeit wieder viel baut:

• Prantlsiedlung: 2012 wurde mit dem Neubau der aus dem Jahr 1941 stammenden Südtiroler-Siedlung begonnen. 144 Mietwohnungen wurden bisher fertiggestellt, bis 2021 werden es 188 sein. Um 88 mehr als bisher, wie Engelbert Spiss, technischer Leiter der NHT, erläutert. Knapp 27 Mio. Euro fließen in das Projekt. „Der Mietpreis lag bisher bei 5 €/m² kalt ohne Tiefgarage, jetzt sind es 8 € warm mit Tiefgaragenplatz“, zeigt Gschwentner auf. „Ohne die 3,7 Mio. € Wohnbauförderung vom Land läge der Mietpreis bei 13,31 Euro“, informierte LR Beate Palfrader. 15.000 Euro erhielten die Mieter als Übersiedlungsprämie. „Sie hatten unbefristete Mietverträge und erhalten solche nun auch wieder“, erklärte Spiss, als gestern die Schlüsselübergabe für 45 neue Mietwohnungen erfolgte. Die Bewohner wurden in der Bauzeit in anderen NHT-Wohnungen in Jenbach untergebracht. Einige wollten dort bleiben, andere übersiedeln jetzt in den Neubau. „Wir haben hier jetzt wesentlich mehr Bewohner, aber nicht mehr Flächenverbrauch“, strich BM Dietmar Wallner hervor. Früher war die Straße vor den Häusern verparkt, nun verschwinden die Autos in der Tiefgarage. Mit „viel Fingerspitzengefühl“ sei die Wohnungsvergabe erfolgt. Anspruch, auf die Liste für die Gemeindewohnungen zu kommen, hat man, wenn man fünf Jahre in Jenbach gemeldet ist.

Eines der letzten alten Südtiroler-Häuser in der Prantlsiedung.
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• Tratzbergsiedlung: 180 Wohnungen wurden laut Spiss 1941 in dieser Südtiroler-Siedlung übergeben. Im April soll der Sieger des laufenden Architektenwettbewerbes für den Neubau feststehen und danach die Verhandlung über die Absiedlung mit den Mietern starten. „15 bis 20 Wohnungen sind betroffen, aus denen in anderthalb Jahren auszusiedeln wäre“, erklärt Spiss. Es gibt in der Siedlung aber Freiflächen und wenn diese zuerst bebaut werden könnten, käme man um die Absiedlung herum. Baustart des Projektes ist 2021. In mehreren Bauabschnitten sollen bis 2035 dann hier laut Spiss rund 400 Wohnungen bzw. rund doppelt so viele Wohnungen wie bisher entstehen, die zudem mehr Wohnfläche aufweisen werden. Auch ein Kindergarten und ein Lebensmittelmarkt sind in der Siedlung geplant.

• Burgeck/Hubersiedlung: Auf dem Areal, das die NHT vor wenigen Jahren erwarb, wird seit 2017 an 19 Eigentumswohnungen gebaut. Die Übergabe soll im Mai/Juni erfolgen. Der Kaufpreis der geförderten Wohnungen liegt laut Spiss bei rund 3000 Euro/m².

Laut Jenbachs Bauamtsleiter Christian Wirtenberger sind bis 2035 zudem rund 70 Wohnungen in den Kirchlergründen, zirka 90 beim Rofnerfeld und ca. 200 am Toleranzareal geplant.

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