Land Tirol rechnet mit Transitanstieg von fünf Prozent
Im abgelaufenen Jahr rollten 2,4 Millionen Transit-Lkw über den Brenner. Das ist nicht nur ein neuer Rekord, sondern auch eine Steigerung ge...
Im abgelaufenen Jahr rollten 2,4 Millionen Transit-Lkw über den Brenner. Das ist nicht nur ein neuer Rekord, sondern auch eine Steigerung gegenüber 2017 von 7,4 Prozent. Obwohl das Land derzeit an einer Verschärfung des Nacht- wie sektoralen Fahrverbotes bastelt, geht man zumindest für das laufende Jahr trotz allem nicht davon aus, dass die Transitlawine auf der Inntal- und Brennerautobahn quer durch Tirol gestoppt werden kann. Diesen Rückschluss lässt zumindest eine gestrige Aussendung des Landes zu. Dort kündigen LH Günther Platter (VP) und die für Verkehr zuständige LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) für die zweite Jahreshälfte 15 weitere Lkw-Blockabfertigungen bei Kufstein an (Gesamt 2019: 32). Und das nicht nur mit der Begründung, verkehrsintensiven Tagen die Belastungsspitzen zu nehmen. Mitentscheidend ist auch, dass man im Land für heuer mit einem weiteren Anstieg des Lkw-Verkehrsaufkommens um fünf Prozent rechnet. Das verschärfte sektorale Fahrverbot soll laut Regierungsfahrplan mit 1. Oktober in Kraft treten und damit die Ausnahme für Lkw der Euro-Klasse VI fallen. So will das Land pro Jahr 300.000 Lkw-Fahrten auf die Schiene verlagern. Zudem soll ab 1. August die Euro-Klasse IV verboten sein. Dass man nun trotzdem von einer Verkehrszunahme ausgeht, dürfte Nahrung für die Kritiker sein.
Eine dringende Anpassung des Minutenschlüssels in der Pflege fordert Liste-Fritz-Parteichefin Andrea Haselwanter-Schneider. Wie berichtet, sehen sich einige der 22 Pilotheime des Projektes „Tagsatzkalkulation neu“ mit Rückzahlungsforderungen des Landes konfrontiert. Dies auch, weil das nötige Personal nicht zu finden war. Der derzeitige Minutenschlüssel gehe an den Bedürfnissen der Betreuten wie Pflegekräften vorbei, sagt Haselwanter-Schneider. Auch die Entlohnung gehöre kräftig erhöht. (mami, TT)
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