USA drohen OMV wegen Nord Stream 2 mit Sanktionen

Österreichs Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck bekräftigt Österreichs Unterstützung für die Ostsee-Gaspipeline.

Nord Stream 2 ist seit Jahren außerordentlich umstritten.
© imago stock&people

Wien – Der US-Botschafter in Österreich, Trevor Traina, hat der OMV und anderen Unternehmen, die sich an der Finanzierung der russischen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 beteiligen, mit Sanktionen gedroht. „Sanktionen sind immer eine Option“, sagte Traina in einem Interview mit dem Standard am Wochenende.

Den USA sei die Verteidigung Europas ein Anliegen, begründete Traina die Haltung der USA. In der Vergangenheit seien schon Menschen gestorben, weil Russland im Winter den Gashahn abgedreht habe. Es gehe den USA nicht darum, ihr eigenes Flüssiggas an Europa zu verkaufen.

Kaufen wenn Konditionen und Preis stimmen

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) bekräftigte die Unterstützung Österreichs für das Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2. „Wir kaufen Gas, wenn die Konditionen und der Preis stimmen“, sagte Schramböck im Interview.

Die geplante österreichische Digitalsteuer wäre für US-Konzerne „sehr ärgerlich“, sagte der US-Botschafter. Für Europa wäre eine solche Steuer aber noch schädlicher. „Dass es in Europa keine Googles oder Facebooks gibt, hängt damit zusammen, dass es in vielen EU-Ländern nicht das richtige Umfeld oder Klima für diese Firmen gibt.“ (APA)

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