Abseits von Doping: Die kleinen Helfer der Sportler

Eigenblutdoping ist im Breitensport nicht an der Tagesordnung, der Griff in den Arzneikasten hingegen schon. Dort, wo Leistung eine untergeordnete Rolle spielt, geht es um Schmerzen und wie sie auszuhalten sind.

Doping im Breitensport? Studien gehen eher von Medikamentenmissbrauch zur Linderung aufkommender Schmerzen aus.
© Jürgen Skarwan

Von Florian Madl

Innsbruck –„Mother’s Littl­e Helper“ sang Mick Jagger Mitte der 60er-Jahre in Anspielung auf jene „kleinen Helfer“, die Müttern durch den Alltag helfen würden. Valium war angesagt, also ein Benzodiazepin, das zur Beruhigung beiträgt. Umgelegt auf den Breitensport muss der Kulthit der Rolling Stones „Biker’s“ oder „Runner’s Littl­e Helper“ heißen. Denn von Doping zu sprechen, davon hält der Tiroler Sportarzt Kurt Moosburger nichts: „Im nicht organisierten Breitensport halte ich das nicht für zulässig.“ Vielmehr ginge es im Ausdauerbereich um Medikamentenmissbrauch, der Schmerzgrenzen nach oben verschiebt und das unumgängliche Leiden ein Stück weit erträglicher macht. Dass damit die Leistung gefördert wird, bezweifelt Moosburger.

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