Landespolitik

Weichen für Landecks Weiterentwicklung gestellt

Freitag ist Frischemarkttag im Stadtzentrum. Zahlreiche Besucher würden sich eine Fußgängerzone wünschen.
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Mit „Tiwag-Deal“ besitzt die Stadt 10.000 m² zusammenhängende Zukunftsfläche. SPÖ-Fraktion stellte Antrag auf Sommerfußgängerzone.

Von Helmut Wenzel

Landeck –Früher ein Tennisplatz, heute Pendlerparkplatz: Die 10.000 m² große Immobilie an der Sanna gehörte mehreren Besitzern, u. a. Tiwag und Donau Chemie. Versuche einer Betriebsansiedlung sind bisher gescheitert – vom Bordell (2012) bis zum Spar-Projekt (2016).

Am Donnerstag stellte der Gemeinderat die Weichen für eine zentrumsnahe „Zukunfts­immobilie“. Mehr als 7500 m² hatte die Stadt bereits 2016 gekauft. Auf Antrag von Planungsobmann VBM Thomas Hittler wurde der Ankauf eines restlichen Teilstücks – 2200 m² – beschlossen. Der Quadratmeterpreis liegt bei 270 Euro. Womit man eine zusammenhängende Fläche für „strategische Investitionen“ zur Weiterentwicklung der Bezirksstadt besitze, hob Hittler hervor. „Das sind Dinge, die uns freuen“, resümierte BM Wolfgang Jörg. Eine „rasche Bebauung“ sei aus heutiger Sicht allerdings nicht vorgesehen, so Hittler.

Ein rund 10.000 m² großes Grundstück an der Sanna, derzeit als Pendlerparkplatz genutzt, kam etappenweise in den Besitz der Stadt.
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Einen Antrag zur Begegnungszone Malser Straße hat SPÖ-Mandatar Marco Lettenbichler gestellt: „Die Möglichkeiten zur Umsetzung einer Sommerfußgängerzone sollen geprüft werden.“ Zu diesem Zweck soll eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Stadt, TVB, Leistungsgemeinschaft und Anrainern eingerichtet werden. Sein Antrag wurde zur Beratung in die Ausschüsse verwiesen.

Das Thema „Fuzo“ wird in Landeck seit vielen Jahren kontroversiell diskutiert. Die Standpunkte fallen nach wie vor unterschiedlich aus, wie ein TT-Rundruf gestern Montag zeigte. „Am Wochenende ab Freitag ja“, sagte Mathias Weinseisen, Obmann der Leistungsgemeinschaft. „Unter der Woche nein, weil dazu Voraussetzungen fehlen.“

„Wir wären ja froh, wenn wir beim Frischemarkt ein Fahrverbot für den motorisierten Verkehr hätten“, so Obmann Thomas Weiskopf. Anrainerin Renate Zangerl begrüßt die „Fuzo“-Initiative: „Das wäre einen Versuch wert.“ Derzeit sei die Situation unbefriedigend, Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer sehe sie „jedenfalls nicht“. Autofahrer würden Fußgängern mitunter „den Vogel zeigen“, wenn diese die ganze Fahrbahnbreite benutzen.