Doping-Video nach Razzia verbreitet: Polizist angeklagt

Ein Polizeibeamter aus Ostösterreich muss sich bereits Anfang April wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses vor dem Innsbrucker Landesgericht verantworten.

Der Doping-Skandal hatte die WM in Seefeld erschüttert.
© Imago

Innsbruck - Das Video, das Langläufer Max Hauke bei der Doping-Razzia im Rahmen der Nordischen Ski-WM in Seefeld mit einer Bluttransfusion im Arm zeigt und von einigen Medien verbreitet wurde, hat nun ein juristisches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat einen Polizisten wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses angeklagt.

„Dem Polizeibeamten aus Ostösterreich, der beim Einsatz unterstützend tätig war, wird vorgeworfen, ein Video, auf welchem ein Sportler zu sehen ist, als er sich gerade Blut reinfundiert, in der Nacht zum 28.2.2019 an eine private WhatsApp-Gruppe versendet zu haben. Bei diesem Video handelt es sich um ein Amtsgeheimnis, von dem der Beamte nur aufgrund seiner polizeilichen Tätigkeit Kenntnis hatte. Durch die Weitergabe an eine private WhatsApp-Gruppe hat er dieses Amtsgeheimnis verletzt. Aus dieser WhatsApp-Gruppe wurde das Video dann weiter veröffentlicht“, heißt es in der Stellungnahme der Staatsanwaltschaft.

Verhandlung am 3. April

Das Bundeskriminalamt konnte den Beamten schon Abend des 28. Februar ausforschen. Der Beschuldigte zeigte sich dazu geständig. Bei einer Verurteilung drohen dem Polizisten bis zu drei Jahre Haft. Die Hauptverhandlung vor dem Landesgericht Innsbruck ist bereits für den 3. April anberaumt. (TT.com)

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