“Moby Dick“ als Bühnenstück: Walfang-Wahn auf wankenden Brettern
Ein Wälzer Weltliteratur, szenisch aufbereitet in knackigen 50 Minuten für junges Publikum ab 12 Jahren. Das klingt abenteuerlich. Und: „Mob...
Ein Wälzer Weltliteratur, szenisch aufbereitet in knackigen 50 Minuten für junges Publikum ab 12 Jahren. Das klingt abenteuerlich. Und: „Moby Dick" — eine Produktion der Theatergruppe Admolior — ist tatsächlich ein großes Abenteuer. Anne Clausen und Nik Neureiter, die — unterstützt von Landestheater-Schauspieler Jan-Hinnerk Arnke — die Bühnenfassung dieser sehenswerten Uraufführung verantworteten, spielen verschiedene Rollen, vom verschmitzt schnackenden Walfänger über die — ja, auch Klassiker gehen mit der Zeit — Harpunierin Queequeg, den Matrosen Ismael bis zum von Rachsucht getriebenen und doch seltsam charismatischen Kapitän Ahab. Alle machen sie Jagd auf einen ebenso sagenumwobenen wie unheilbringenden weißen Wal. Am Höhepunkt blitzt und donnert, schäumt und schaukelt es gewaltig. Mitreißend war „Moby Dick" schon davor — und lehrreich auch: Der Wahnsinn auf wankenden Brettern wird wunderbar anschaulich gemacht. (jole)
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