Wald in Landeck soll „klimafit“ gemacht werden

Gletschereis in aller Welt schmilzt dahin, Trockenheit und Hitzeperioden wie voriges Jahr setzen auch den heimischen Wäldern zu. „Im Bezirk ...

Die Tanne gilt im Gegensatz zur Fichte als klimaresistent.
© Wenzel

Gletschereis in aller Welt schmilzt dahin, Trockenheit und Hitzeperioden wie voriges Jahr setzen auch den heimischen Wäldern zu. „Im Bezirk Landeck leidet vor allem die Fichte unter Trockenstress. Sie verdurstet", weiß Peter Hauser, Leiter der Bezirksforstinspektion. Zudem ist der gefürchtete Borkenkäfer auf dem Vormarsch.

Vor diesem Hintergrund haben Bezirksforstinspektion (BFI), der Tiroler Waldpflegeverein und die „Initiative „KLAR! Kaunergrat" (Klimawandelanpassungsregion) das Projekt „Klimafitter Wald" im Bezirk Landeck ins Leben gerufen. Projektziel ist der Austausch bzw. die Waldverjüngung an Standorten, die durch Trockenheit besonders gefährdet sind. Fichten sollen durch klimaresistente Tannen ersetzt werden.

Dazu sind 90 Referenzflächen, 500 bis 1500 m² groß, bereits ausgewiesen. „Die Flächen müssen jedoch gegen Wildverbiss geschützt werden", weiß Stefanie Raich, Leader-Beauftragte beim Landecker Regionalmanagement regioL. Das heißt, rund um die Referenzflächen müssen Zäune errichtet werden. Das Projekt ist mit 233.700 Euro budgetiert — 30 Prozent kommen aus dem Leaderprogramm der EU, 40 Prozent steuert das Land bei.

Die Initiatoren möchten das Projekt aber auch nutzen, um die Bevölkerung auf die Folgen des Klimawandels in Hinblick auf den Wald zu sensibilisieren. „Die Schuljugend soll ebenfalls sensibilisiert werden. Geplant sind Workshops, um den Schülern die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf gefährdete Baumarten und deren Sandorte zu zeigen", hob Raich hervor. (hwe)


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