Schweinskopf und Tierblut an Moschee-Baustelle in Frankreich gefunden
An der Baustelle einer umstrittenen Moschee im Südwesten Frankreichs wurden ein Schweinskopf und Tierblut gefunden. Die Behörden ermitteln.
Bordeaux — Nach dem Fund eines Schweinskopfes und von Tierblut an einer Moschee-Baustelle im südwestfranzösischen Bergerac haben die Behörden Ermittlungen eingeleitet. Die Vergehen könnten mit bis zu sieben Jahren Haft geahndet werden, sagte der örtliche Vize-Staatsanwalt Charles Charollois der Nachrichtenagentur AFP.
Am Zaun des Baugeländes für die künftige Moschee von Bergerac war am Montag ein abgetrennter Schweinskopf gefunden worden. Die Mauern des noch unfertigen Gebäudes waren laut Polizei innen und außen mit Tierblut beschmiert.
Der Bau der Moschee sei umstritten, sagte Charollois. Es habe bereits zahlreiche Versuche auf Verwaltung- und auf juristischer Ebene gegeben, um das Vorhaben zum Scheitern zu bringen. Es werde deshalb in verschiedene Richtungen ermittelt. Bürgermeister Daniel Garrigue verwies zudem auf eine anti-islamische Plakatkampagne in seiner Stadt. Es sei aber unklar, ob beide Aktionen miteinander zusammenhingen. (APA/AFP)