Projektunterlagen nicht ausreichend: Pitztal-Ötztal muss nachbessern

Nach wie vor hat die Umweltbehörde im Land kein Verfahren für die Umweltverträglichkeitsprüfung für die drei neuen Seilbahnen und 60 Hektar Pisten gestartet. Weil die vorgelegten Projektunterlagen dafür nicht ausreichen.

120 Mio. Euro sollten in die Gletscherehe investiert werden.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck –Vor bald drei Jahren haben die Pitztaler und Ötztaler Gletscherbahnen ihr­e Pläne für die Verbindung der beiden Skigebiete präsentiert und rund 8000 Seiten an Unterlagen dem Land vorgelegt. Doch nach wie vor hat die Umweltbehörde im Land kein Verfahren für die Umweltverträglichkeitsprüfung für die drei neuen Seilbahnen und 60 Hektar Pisten gestartet. Weil die vorgelegten Projektunterlagen dafür nach wie vor nicht ausreichen. Jetzt erging zum dritten Mal ein Verbesserungsauftrag, wie Umweltreferentin LHStv. Ingrid Felip­e (Grüne) gestern bekannt gegeben hat.

120 Millionen Euro wollen die Betreiber der beiden Skigebiete in die Gletscherehe investieren. Für die Einleitung des Verfahrens fehlen aber noch Zustimmungs­erklärungen von betroffenen Grundstückseigentümern. Offenbar wird diese im Fall einer Pitztaler Gemeinde mit einer modernen Skianbindung ins Tal verknüpft.

Zum anderen geht es um die beiden Gletscher an sich, um geotechnische Fragen im Zusammenhang mit möglichen Auswirkungen des Klimawandels und der Bewegung des Gletschers. Diese seien noch nicht ausreichend dargestellt, heißt es. Erst wenn der Nachbesserungsauftrag als erfüllt bezeichnet wird, kann das eigentliche Verfahren für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) beginnen. Als Frist für die Ergänzung der Unterlagen wurde der 15. April festgelegt. Frühestens im Mai ist dann mit dem Startschuss der UVP zu rechnen. (pn)

TT-ePaper gratis testen und eine von fünf Snow Cards Tirol gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt mitmachen
TT ePaper

Kommentieren


Schlagworte