Bezirk Imst

Imst: Dem Baubezirksamt gehen die Projekte lange nicht aus

Auf der Höhe des Driving Village gibt es derzeit wechselseitige Anhaltungen: Auf der Mieminger Straße werden in diesem Bereich Kurven entschärft, die Fahrbahn verbreitert und Kuppen abgetragen.
© Paschinger

Auf den Imster Straßen werden heuer rund 7,5 Mio. Euro verbaut. Die ersten Baustellen sind eingerichtet, die größte kommt im Ventertal.

Von Alexander Paschinger

Imst –Man spürt das Frühjahr nicht nur an der wiedererwachenden Natur – auch das Baubezirksamt Imst hat wieder mit seinen Arbeiten begonnen. Neben den üblichen Felsräumungen entlang der Straßen wurden aber auch schon erste Baustellen in Angriff genommen. „Insgesamt stehen heuer 7,5 Millionen Euro für das Bauprogramm im Bezirk zur Verfügung“, betont der Leiter des Baubezirks­amtes, Günter Heppke.

Akut sind derzeit zwei Schauplätze: zum einen die Maßnahmen nach dem Blocksturz auf der Piburgerstraße und zum anderen talseitige Abbrüche an der Tarrenzer Straße in Obtarrenz. „Piburg – das wird noch einig­e Zeit in Anspruch nehmen“, so Heppk­e. Das Gelände ist ein Felssturzgebiet, einer der übereinandergeschichteten Blöcke geriet in Bewegung. „Da wird gerade gebohrt – wir müssen die gefährdenden Blöcke abtragen.“ Das Ganze werde noch einige Wochen dauern, für den Verkehr bis 6,5 Tonnen ist eine Umleitung eingerichtet. In Obtarrenz werden wegen der Abbrüche Ankerwände gesetzt.

„Noch zwei, drei Monate“ müsse man underdessen auf der Mieminger Straße zwischen Tarrenz und Nassereith mit Behinderungen rechnen. Dort wird die Fahrbahn verbreitert, eine 50 Meter lang­e und fünf bis sieben Meter hoh­e neue Mauer gebaut und talseitig „bewehrte Erde“ auf dem insgesamt 250 Meter langen, diesjährigen Baulos aufgebracht. Rund 350.000 Euro werden heuer hier eingesetzt. Im nächsten Jahr ist noch einmal ein 200 Meter langes Teilstück dran: „Es werden Kurven entschärft, Kuppen abgetragen und die Fahrbahn verbreitert“, so Heppke.

Das größte Projekt für heue­r ist aber die Lehnenbachgalerie im Ventertal. Rund sechs Millionen Euro fließen dafür heuer und nächstes Jahr. Die Verkehrsfreigabe des 272 Meter langen (davon 108 Meter offenen) Bauwerkes soll aber noch im Herbst erfolgen.

Im Pitztal steht wiederum die Schützesrinne-Galerie vor der Fertigstellung. Rest­arbeiten und Beleuchtung kosten heuer auch noch einmal 400.000 Euro.

Dazu kommen freilich viel­e Erhaltungsmaßnahmen im gesamten Bezirk, darunter viele Belagsarbeiten, Mauer­sanierungen, ein Schutzdamm im Ventertal oder auch Brückenwerke. Die lange eingeforderte Mötzer Lärmschutzwand hebt Heppke als Aufgabe besonders hervor.

Was das Hahntennjoch betrifft, so sei man mit der Fräs­e bereits bis zu den Lawinenstrichen auf Imster Seite vorgedrungen. Noch befindet sich zu viel Schnee oben – ein­e Befliegung soll weiteren Aufschluss geben.

„Nein“, lacht der Bau­bezirkschef, die Arbeit und die Projekte gehen nicht aus. Man habe sowohl im Ötztal als auch im Pitztal bei so manchem Großprojekt geglaubt, dass damit alles erledigt wäre – „aber dann kommen zwischen zwei gesetzten Maßnahmen wieder neue Projekte zum Vorschein“.