Kufstein Unlimited 2019

Kufstein im Festivalfieber: Wienerlied bis „Cordula Grün“ beim Unlimited

Präsentierten das Programm: (v.l.) Hugo Neuhauser, Stefan Pühringer (Dir. TVB), Thomas Ebner (GF Stadtmarketing), Helmut Naschberger (Aufsichtsratvorst. TVB), Peter Gossner und BM Martin Krumschnabel.
© Hrdina

Bei Kufstein Unlimited (14. bis 16. Juni) gibt es heuer Ohrwurmgarantie. 50 Bands und Straßenkünstler verwandeln die Stadt in eine Festivalzone.

Kufstein — Mit Spannung erwarten Musikfans jedes Frühjahr die Ankündigung der Hauptacts des Unterländer Festivals Kufstein Unlimited. Am Donnerstag ließen die Organisatoren die Katze aus dem Sack: Neben den Indie-Poppern Kaiser Franz Josef, der Singer/Songwriterin Clara Luzia und den modernen Vertretern des Wienerlieds 5/8erl in Ehr'n stehen Chartstürmer Luke Andrews („Coming Home", „Laura") und Ohrwurmgarant Josh. („Cordula Grün") bei der neunten Auflage des Musik­events als Headliner auf den Bühnen in der Kufsteiner Innenstadt.

Vom 14. bis 16. Juni verwandeln sich die Straßen am Fuße der Festung wieder in eine bunte Festivalmeile. Am „bewährten Konzept" wolle man auch heuer festhalten, meint Stadtmarketing-Chef Thomas Ebner. 50 Bands und zahlreiche Straßenkünstler sind mit an Bord. „Über 200 Musikgruppen haben sich heuer bei uns beworben", freut sich Peter Gossner. Interessenten meldeten sich nicht nur aus Tirol, sondern auch aus Berlin, Wien und Südtirol, und das, obwohl man den Musikern laut Gossner „nicht viel zahlen kann". Fahrten, Kost und Logis — für viele ist der Auftritt am Ende ein Nullsummenspiel.

Was bleibt, ist der Werbeeffekt. Den sehen die Veranstalter auch für die Stadt. Und die steht hinter dem 280.000 Euro teuren Event. Die Gemeinde übernimmt mit 100.000 Euro den Löwenanteil der Finanzierung, 50.000 Euro steuert der Tourismusverband Kufsteinerland bei. „Ohne die Wirtschaft wäre es nicht möglich, der Bevölkerung so ein Festival gratis anzubieten", dankt BM Martin Krumschnabel den Sponsoren, die immerhin 95.000 Euro investieren. Heuer habe man diesen Anteil mit „Band-Patronanzen" steigern können. Der Rest finanziert sich über Standmieten, so Ebner.

„Die Auflagen steigen jedes Jahr und damit auch die Kosten", erklärt TVB-Chef Stefan Pühringer. Allein die Posten zur Sicherheit verschlingen einen Großteil des Budgets. Das Festival sei allerdings ein sehr „ruhiges und sicheres", immerhin lockt man mit witzigen Straßenkünstlern, eigenem Kinderbereich inklusive Bungee-Trampolin und Hüpfburg sowie einer Chill-out-Zone am Fischergrieß für Jugendliche (dort legen DJ Cuebrick und Kinky auf) besonders viele Familien an. „Es geht nicht nur ums Trinken", betont Ebner.

Weitere Infos zum Programm gibt es unter www.kufsteinunlimited.at (jazz)