Imster Förderschnittstelle ermuntert zu Projekten
Der Verein Regio Imst konnte 2018 für 16 Projekte fast 640.000 Euro aus EU-Töpfen lukrieren. Das Pitztaler Programm läuft auch voll an.
Von Alexander Paschinger
Nassereith, Roppen –Es kommt so einiges in der Geschäftsstelle des Regionalmanagements – kurz Regio Imst – in Roppen zusammen. Vor allem aber förderbare Ideen aus dem Bezirk. Vor 15 Jahren als Schnittstelle zu den Brüsseler EU-Fördertöpfen entstanden, haben sich aber noch einige andere Institutionen dort angeschlossen: So gehört das Freiwilligenzentrum des Bezirks ebenso dazu wie die Klima- und Energiemodellregion Imst (KEM) oder auch das zuletzt hinzugestoßene Regionalwirtschaftliche Programm Pitztal. Dementsprechend bunt und vielfältig gestaltete sich auch der Bericht, den Regio-Obfrau Gitti Flür gemeinsam mit den Mitarbeitern bei der Generalversammlung in Nassereith vorbrachte.
In den EU-Förderbereichen Leader und IWB (Investition in Wachstum und Beschäftigung) wurden im Vorjahr 16 neue Projekte in fünf Sitzungen des Auswahlgremiums beschlossen, erklärte Flür. „In Summe wurden dafür Fördermittel in Höhe von 637.298 Euro bewilligt, mit denen eine regionale Wertschöpfung von 1,052.950 Euro ausgelöst wurde.“ Im Rahmen der Terra Raetica, die eine Zusammenarbeit mit dem Bezirk Landeck, dem Vinschgau und dem Engadin darstellt, wurden gut 81.000 Euro freigegeben, die fast 116.000 Euro an Investitionen auslösten.
Manuel Flür stellte kurz einige der herausragenden Projekte aus den Aktionsfeldern Wertschöpfung, Natur & Kultur sowie Gemeinwohl vor. Darunter befinden sich das Marketing für den Starkenberger Panoramaweg ebenso wie der Ausbau des Widiversums in Hochoetz, „Das Inntal summt“, das Netzwerk Kaunergrat, das Steinbockzentrum in St. Leonhard oder auch das Projekt „Schulweg ist Fußweg“ in Imst.
Die siebenjährige Leader-Förderperiode dauert noch bis Ende 2020 – bislang wurden 1,691.023,75 Euro an Fördermitteln freigegeben, verfügbar wären noch 1,83 Millionen Euro. „Wir haben noch Geld zur Verfügung“, meinte Obfrau Gitti Flür daher zur Generalversammlung. „Nutzt das noch aus“, ermunterte sie zur Einreichung neuer förderbarer Projekte.
Markus Mauracher berichtete seinerseits über das erste Förderjahr des Regionalwirtschaftlichen Programms Pitztal. Dieses wurde vom Land Tirol auf zehn Jahre mit einer Million Euro jährlich ausgestattet. 50 Projekte wurden hier im ersten Jahr eingereicht, 23 davon wurden bewilligt – darunter Glasfaser-Ausbau, Steinbockzentrum oder die Mühle Ritzenried. Diese Ansuchen wurden vom Land mit einer Million Euro gefördert – die dadurch ausgelöste regionale Wertschöpfung wird mit 6,67 Millionen Euro beziffert. Außerdem wurden für diese 23 Vorhaben zusätzliche Fördermittel von über 700.000 Euro lukriert.
Um auf die geleistete Arbeit und erfolgreiche Projekte in den vergangenen 15 Jahren Regio Imst aufmerksam zu machen, gehen heuer „Stangger“ als Ausstellungsobjekte durch die Gemeinden.
Kommentare