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100 Prozent barrierefrei, braucht es das wirklich?

Wirtschaftskammer und Neue Heimat fordern, dass nicht 100 Prozent der Wohnungen behinderten-gerecht gebaut werden müssen. In Deutschland liegt die Quote zwischen 25 und 50 Prozent.

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(Symbolbild)
© pixabay

Von Anita Heubacher

Innsbruck — Wie viele Tiroler im Rollstuhl sitzen, ließ sich gestern so ad hoc bei den zuständigen Behörden nicht abfragen. Der Betroffenheitsgrad ist in Tirol unerheblich, denn seit 2015 gilt: 100 Prozent der Wohnungen müssen behindertengerecht gebaut werden. Ein Blick auf Baupläne verdeutlicht: Wendekreise mit 1,5 Metern Durchmesser, ebenso wie breite Türen und Gänge, sind viele und flächendeckend eingezeichnet. „Wir brauchen dafür acht Prozent mehr Fläche, um die Wohnqualität zu halten", sagt Markus Pollo, Geschäftsführer der Neuen Heimat Tirol. „Das treibt die Mietpreise in die Höhe."


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