Bezirk Imst

Ötztaler Museen setzen in Zukunft auf Egger-Lienz

1920 hat Albin Egger-Lienz seine jüngere Tochter Ila porträtiert. Das Bildnis Öl auf Holz ist bald im Ötztal zu sehen.
© Lentos Kunstmuseum Linz

Wissenschaftliche Forschung sowie die Ausstellungstätigkeit werden von den Ötztaler Museen vorangetrieben. Eines der Highlights wird das Porträt von Ila, der jüngeren Tochter des Tiroler Malers sein.

Von Thomas Parth

Längenfeld –Der Aufwand sei zwar groß, doch lohne es sich allemal, wenn man einen so großen Namen wie Albin Egger-Lienz mit dem Ötztal verknüpfen könne. Die Geschäftsführerin der Ötztaler Museen, Edith Hessenberger, scheut kaum Hürden, um Sehenswertes in die Kulturszene einzubringen. „Heuer fahren wir einen Egger-Lienz-Schwerpunkt“, informiert Hessenberger. Eines der Highlights ist mit Sicherheit das Porträt von Ila, der jüngeren Tochter des Tiroler Malers, welches 1920 entstand. Demnächst wird diese Leihgabe des Lentos, Kunstmuseum Linz, im Ötztal zu sehen sein. „Wir wollen das Wirken von Egger-Lienz im Ötztal näher beleuchten“, zeigt die Kulturlady auf und kuratiert gemeinsam mit Nadja Parisi eine Egger-Lienz-Ausstellung. Parallel dazu wird in Längenfeld ein Egger-Lienz-Themenweg errichtet. „Es gibt noch Zeitzeugen, die Egger-Lienz als Kind bei seinen Malaufenthalten im Ötztal Modell standen und zum Dank eine Skizze erhielten, oder Erzählungen, wie man dem Maler im Tal begegnet ist.“

Erleichtert ist Hessenberger über die Einrichtung der Museums GmbH, welche das Fundament für ihr Schaffen darstellt. Die neue Homepage wird online gestellt, die Digitalisierung der Datenbank wird vorangetrieben und die Information aller Interessierten via Newsletter, Facebook, Blog oder Medienberichte läuft stetig weiter. – Die Ausstellung der Fotos von Josef Öfner wolle man im Heimatmuseum bis zum Herbst weiterlaufen lassen. „Interessant ist dabei auch die Frage nach der Motivwahl. Was wurde fotografiert? Damals, im Vergleich zu heute“, wirft Hessenberger weitere Fragen auf. Es gehe nicht nur vordergründig um das Foto als Medium, sondern auch um die Veränderung der Gesellschaft.