Standort Tirol

„Mit Kirchenkarbahn II ist letzte Ausbaustufe erreicht“

Die Kirchenkarbahn II ist zwar bereits den Winter über in Betrieb, aber offiziell erhielt sie den Segen von Pater Benedikt erst am Freitag.
© Paschinger

Das 30-Millionen-Euro-Projekt um den Top Mountain Crosspoint in Hochgurgl fand mit der Eröffnung der neuesten Bahn den Abschluss.

Von Alexander Paschinger

Obergurgl/Hochgurgl –„Willkommen auf 2840 Metern“, begrüßten die Seilbahn-Zwillinge Alban und Attila Scheiber gestern ihre Gäste an der Bergstation der neuen Kirchenkarbahn II. Seit dieser Saison fährt die Bahn aus dem Top Mountain Crosspoint in Hochgurgl nämlich ganz hinauf – mit einem Zwischenausstieg auf halber Fahrthöhe. Oben gab es am Freitag den Segen von Pater Benedikt vor versammelter Tiroler Wirtschaftsprominenz.

„Drei Jahre nach der Eröffnung des Crosspoints feiern wir heute die zweite Kirchenkarbahn“, meinte Attila im Gespräch mit der TT. Nicht weniger als 30 Millionen Euro haben die Skiliftgesellschaften Obergurgl/Hochgurgl in dieser Zeit in Bahn, Restaurant, Museum und Mautstation Timmelsjoch investiert – die Kirchenkarbahn II kostete davon fünf Millionen Euro.

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Dazu kamen freilich Beschneiung, eine aufwändige Lawinensprengbahn an der Bergstation sowie 2,5 km neue Pisten. „Wir durften für das Projekt wegen der umgebenden Schutzgebiete nur fünf Hektar verwenden“, erklärt Attila. Und auf Nachfrage meint er: Mit der Kirchenkarbahn II haben wir „die letzte Ausbaustufe erreicht“. Künftig werde man nur noch in den Ersatz von Anlagen investieren können, aber nicht mehr in den Ausbau.

Was die beiden Brüder aber nicht sehr traurig stimmt. Immerhin bietet man den Gästen 112 Kilometer an Pisten, die 25 Lifte befördern binnen einer Stunde 45.000 Personen. „Und wir haben meist zwischen 6000 und 7000 Skifahrer im Skigebiet.“

Der Verkehr bleibt für Attila ein großes Thema: Er fordert von der Politik den Fernpass­tunnel, einen Tschirganttunnel und die Umfahrung Sölden. „Aber nicht dafür, dass mehr Leute kommen, sondern damit die Anreise mit mehr Komfort geschehen kann.“

Zur laufenden Wintersaison im hintersten Ötztal erklärt Carmen Fender von Ötztal Tourismus: „Es gab bis 20. März ein Minus von drei Prozent.“ Der Grund: viel Schnee und Sperren im Jänner.

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