Bezirk Imst

Matthias Schickhofer: ,,Schwarzbuch Alpen“ sorgt für Diskussionen

Matthias Schickhofer stellte sein Schwarzbuch Alpen vor.
© Ploder

Auf der Grundlage umfassender und themenübergreifender Recherchen formulierte der Waldviertler eine sachlich kritische Darstellung der Gesamtsituation des Alpenraums.

Haiming –Auf Einladung der Bücherei Haiming präsentierte der Fotograf, Autor, Journalist und Umweltaktivist Matthias Schickhofer im Haiminger Traditionsgasthof Stern in Bildern und Textfragmenten sein neuestes Werk „Schwarzbuch Alpen. Warum wir unsere Berge retten müssen“. Auf der Grundlage umfassender und themenübergreifender Recherchen formulierte der Waldviertler eine sachlich kritische Darstellung der aktuellen Gesamtsituation des Alpenraums, zog eigene Schlüsse und zitierte warnende Zukunftsszenarien der internationalen Forschung zu den Auswirkungen des Klimawandels. Besonders sauer stoßen dem Autor die „Fehler in der Raumordnung“ auf. Diese würden „ganze Täler in einen durchlaufenden urbanen Raum verwandeln“.

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierte der Autor mit der Wissenschafterin Birgit Sattler von den Naturfreunden Tirol und Markus Welzl vom Alpenverein. Schickhofer erklärte dabei, dass der Großteil der Alpen mit der Abwanderung seiner Einwohner kämpft und das „sieht aus wie die verlassenen Dörfer im Piemont“.

Alternativen dazu dürften nicht alleine am Schnee hängen, so der Tenor der Diskutanten. Gegen einen weiteren Ausbau argumentierte Markus Welzl: „Das Pferd wird so lange geritten, bis es zusammenbricht.“ Ohne Verzicht wird es nicht gehen. (tp)