58,6 Mio. Euro an Investitionen im Bezirk Landeck ausgelöst
Die jüngsten Kennziffern des Landecker Regionalmanagements regioL zur Förderperiode 2015–2024 sorgten für Lob bei der Generalversammlung.
Von Helmut Wenzel
Landeck –Zu viele Beschäftigte arbeiten zu wenig, 40 Prozent haben „nur“ saisonale Jobs („Bezirk der Maurer und Kellner“), entsprechend hoch ist die Arbeitslosigkeit und niedrig die Quote an ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung. Die Einkommen sind gering, es gibt zu viele Auspendler und Abwanderer, das Obergricht ist eine „Notstandsregion“. So haben Analysten vor nicht allzu vielen Jahren den Bezirk Landeck dargestellt.
Doch der Tourismusbezirk holt dank aktiver Regionalentwicklung auf und ist in diversen Statistiken heute zumindest im Tiroler Mittelfeld zu finden. Das Team des Landecker Regionalmanagements regioL mit Obmann Helmut Mall und Geschäftsführer Gerald Jochum konnte die positiven Trends bei der Generalversammlung am Donnerstag bestätigen.
In der aktuellen Förderperiode 2015–2024 hat das Team bisher 202 geförderte Projekte betreut, zum Teil grenzüberschreitende Projekte im Rahmen des Interreg-Programms Italien-Österreich. Im Sog der Förderprojekte konnte bisher ein Investitionsvolumen von 58,6 Mio. Euro ausgelöst werden, schilderte Jochum in seiner Zwischenbilanz. Und das mit „nur“ 8,1 Mio. Euro an Fördermitteln der EU, des Landes und des Bundes. Wobei 4 Mio. Euro des Landes allein ins Obergricht flossen. LH Günther Platter persönlich hatte das Sonderförderprogramm 2014 initiiert.
Mit dem finanziellen Impulspaket konnten, so Jochum, 911 Arbeitsplätze (867 davon im Obergricht und 442 Frauenarbeitsplätze) gehalten bzw. neu geschaffen werden. Womit 784.900 Euro an Kommunalsteuer in die Gemeindekassen flossen. Im Zuge des Projekts Ortskernrevitalisierung entstanden rund 2700 Quadratmeter Wohnraum – meist in verwaisten Objekten in Dorfmitte. Investitionen in die Produktion erneuerbarer Energie warfen 841.000 kWh ab, was dem Jahresbedarf von 240 Haushalten entspricht. Die Arbeitslosenrate ist von 10,5 Prozent im Jahr 2014 auf 7,6 Prozent im Vorjahr gesunken. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten hingegen kletterte von 19.054 auf 20.756 im Vorjahr.
Lob zur geleisteten Arbeit fassten die Regionalentwickler von BHStv. Siegmund Geiger und Christian Stampfer (Abteilung Landesentwicklung) aus. Einen Geschenkskorb überreichte Obmann Mall an die langjährige Mitarbeiterin Evi Jörg, die sich im Juni in die Pension verabschiedet. Zudem hieß er Eva Hergel willkommen, die neu ins Boot einsteigt.
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