Hypo-Libero Ringseis: „Herrsching darf kein Stolperstein sein“
Von der Papierform her sind die Hypo Tirol Alpenvolleys gegen Herrsching beim Play-off-Auftakt in der Olympiaworld (18 Uhr) Favorit.
Von Daniel Suckert
Innsbruck –Die Papierform liest sich aus Tiroler Sicht ganz gut. Mit Herrsching, dem selbsternannten „geilsten Club der Welt“, kommt heute (18 Uhr) der Siebte des Grunddurchgangs in die Olympiaworld. Die geforderten Pflichtsiege sind jedoch immer die schwersten, wie Alpenvolleys-Libero Florian Ringseis bestätigt. Der Nationalteamspieler in den Reihen der Dunkelblauen hat aber noch viel mehr vor.
„Wir gehören ins Halbfinale, das müssen wir festhalten. Und ab dann ist alles möglich. Aber so weit sind wir noch nicht und vor allem dürfen wir es nicht auf die leichte Schulter nehmen“, stellte der gebürtige Wiener klar. „Herrsching darf kein Stolperstein sein.“
Dass man nächste Woche (Donnerstag) das Rückspiel in der bayerischen Halle der Alpenvolleys austrägt, sieht nicht nur Ringseis als zusätzlichen Vorteil: „Die Halle in Herrsching ist zu klein, in unserer kennen wir jeden Zentimeter. Das sind praktisch zwei Heimspiele.“
Zunächst muss aber heute der Grundstein für den ersten Matchball gelegt werden. Und da hofft der Hypo-Libero auf lautstarke Unterstützung der heimischen Fans, die auf Tiroler Boden heuer noch etwas ausgeblieben ist: „Natürlich versteht der ein oder andere nicht, wie ein Tiroler Verein in Deutschland spielen kann. Aber ich sehe es so: Wir zeigen in Tirol die Vorzüge der österreichischen und in Bayern die der deutschen Seite. Beides funktioniert.“
Der 26-Jährige geht noch weiter und blickt bereits Richtung 2020. „Als rot-weiß-roter Nationalteamspieler sehe ich mich als Botschafter der Alpenvolleys und ich will tatkräftig mithelfen, das Ganze noch größer werden zu lassen.“
Zukunftsmusik, die man (noch) nicht hören will. Zuerst gilt es, das bayerische Derby siegreich zu gestalten. Laut Headcoach Stefan Chrtiansky („Die Jungs sind richtig heiß“) sind die heimischen Volleyballer bis in die Haarspitzen motiviert, um dem geilsten Club der Welt die Grenzen aufzuzeigen. Vor allem ihrem König (Platzsprecher), der gerne in Richtung Hypo stichelt und so für die nötigen Emotionen sorgt.
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