Maschinenring Oberland legt weiter kräftig zu
1371 Mitgliedsbetriebe zählt der Maschinenring Oberland. Die Bilanz weist konstante Zuwächse aus, nur der Holzhandel bescherte Einbußen.
Imst, Landeck, Reutte –Bei der jährlichen Generalversammlung des Maschinenrings Tiroler Oberland zogen Obmann Martin Alber und Geschäftsführer Gottfried Gabl zufrieden Bilanz und präsentierten konstante Zuwächse. Lediglich bei der Holzvermarktung mussten aufgrund schwieriger Marktbedingungen Einbußen hingenommen werden. Dafür konnten sowohl im Winterdienst, im Bereich Zeitarbeit als auch in der Grünraumpflege Steigerungen erzielt werden. Die landwirtschaftliche Organisation ist nicht nur wichtiger Partner der Landwirte und gefragter Dienstleister in den drei Bezirken Imst, Landeck und Reutte, sondern auch ein bedeutender Arbeitgeber in der Region. „Ziel des Maschinenrings ist es, neben der Unterstützung der 1371 bäuerlichen Mitgliedsbetriebe möglichst vielen Menschen flexible Verdienstmöglichkeiten vor Ort anzubieten und so für regionale Wertschöpfung zu sorgen“, erklärt Obmann Martin Alber, der im Zuge der Generalversammlung mit überwältigender Mehrheit in seinem Amt bestätigt wurde. Zum neuen Obmannstellvertreter wurde Eugen Barbist gewählt.
„Der Winterdienst bleibt unser wichtigstes und umsatzstärkstes Geschäftsfeld und sorgte auch im vergangenen Jahr für eine gute Auslastung unserer Dienstleister. Außerdem verzeichnen wir in der Grünraumpflege und Gartengestaltung eine steigende Nachfrage“, so Gabl. Den größten Zuwachs habe der Maschinenring im Bereich Forstdienstleistungen erzielt. „Der einzige Wermutstropfen im Forstbereich sind die schwierigen Rahmenbedingungen für den Holzhandel aufgrund sinkender Einschlagszahlen infolge von fallenden Preisen. Diese wurden durch ein Überangebot an Holz nach Stürmen und massivem Käferholzaufkommen in benachbarten Ländern ausgelöst“, erklärt Gabl. Die Vielfalt an Dienstleistungen, die der Maschinenring abdeckt, spiegeln auch Großaufträge wie Bepflanzungen und Pflegearbeiten beim Gemeinschaftskraftwerk Inn und neue Angebotsfelder wie Steigbau und -pflege wider. Auch im Segment Personalbereitstellung konnte der Maschinenring zulegen und beschäftigte alleine in diesem Bereich rund 70 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit.
„Aufgrund der positiven Entwicklung ist es uns möglich, laufend Mitarbeiter aufzunehmen. Arbeitsplätze vor Ort, abwechslungsreiche Aufgaben sowie ein hohes Maß an Flexibilität sind Teil unserer Arbeitsmodelle für Fach- und Hilfskräfte. So ist es bei uns genauso möglich, nur im Winter zu arbeiten oder nur stundenweise auf Abruf“, erklärt Alber. Auch die Aus- und Weiterbildung ist ein wesentlicher Punkt. „Neben Spezialausbildungen finanzieren wir Mitarbeitern auch den Lkw- oder Staplerschein“, erläutert Gabl.
Die Kernaufgabe des Maschinenrings ist jedoch weiterhin die Unterstützung der bäuerlichen Betriebe. Neben der Vermittlung von Agrardienstleistungen, der Reduzierung des Kostendrucks durch überbetriebliche Zusammenarbeit und Maschinennutzung sowie den Zuverdienst ist die Absicherung der Betriebe in Notfällen ein wichtiger Tätigkeitsbereich. Mit der sozialen Betriebshilfe sowie landwirtschaftlichen Zivildienern kann Bauernfamilien beim Ausfall des Betriebsführers infolge von Unfall, Krankheit oder auch Rehabilitationsaufenthalt schnelle Hilfe angeboten werden. Auch Spezialdienstleistungen wie die Ausbringung von Pilzgerste zur Bekämpfung von Engerlingen werden organisiert. (TT, fasi)
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