Ein großer Unbekannter im Brennpunkt der Geschichte

Während Heinrich Harrer mit „Sieben Jahre in Tibet“ weltberühmt wurde, stand sein Gefährte Peter Aufschnaiter zeitlebens in dessen Schatten. Dabei hätte es ohne den Tiroler kein Abenteuer am „Dach der Welt“ gegeben, wie seine Biografie nun zeigt.

Peter Aufschnaiter beim Vermessen von Lhasa, dahinter der Potala-Palast.
© Völkerkundemuseum der Universitä

Von Silvana Resch

Sein Buch konnte er nicht mehr fertig stellen. Peter Aufschnaiter, der gewissenhafte und tatkräftige Tiroler Bergsteiger, Agrarökonom und Forschungsreisende, bezeichnete sein Tibet-Manuskript kurz vor seinem Tod im Oktober 1973 noch als einen „rohen Felsklotz“. Mit dem Buch „Er ging voraus nach Lhasa“ ist nun aber, knapp fünf Jahrzehnte später, eine umfassende, penibel recherchierte Aufschnaiter-Biografie erschienen. Darin lässt der deutsche Historiker Nicholas Mailänder den gebürtigen Kitzbüheler selbst ausführlich zu Wort kommen. Co-Autor Otto Kompatscher hatte Aufschnaiters Tagebücher – in Gabelsberger-Stenografie verfasst – rückübertragen. Auszüge daraus geben Einblick in das außergewöhnliche Leben einer außergewöhnlichen Persönlichkeit – eine Persönlichkeit, die für den Leser mitunter schwer zu fassen ist. „Es ist nicht leicht, Aufschnaiter einzufangen“, bestätigt Experte Otto Kompatscher.

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