Die Kitzbüheler Kinder ziehen in den Wald

Auch die Stadt setzt auf die Waldpädagogik. Gestern wurde offiziell das neue Waldhaus des Kindergartens am Schwarzsee eröffnet.

Die Freude war groß, als gestern das Waldhaus des Kindergartens Kitzbühel am Schwarzsee eröffnet wurde.
© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Sehen, fühlen, riechen, hören – lernen mit allen Sinnen heißt es in Zukunft für die Kinder in Kitzbühel. Gestern wurde das so genannte Waldhaus des Kindergartens Kitzbühel in der Nähe des Schwarzsees feierlich eröffnet. Die Waldpädagogik wird von Land und Bund derzeit massiv gefördert. „Der Aufenthalt im Wald ist für die Kinder sehr wichtig und hat viele positive Effekte“, betonen Schulreferentin Ellen Sieberer und auch die Leiterin des Kindergartens, Monika Schönsgibl bei der Feier.

Mit dem Aufenthalt im Waldhaus soll zum Beispiel das Verständnis für die Natur gestärkt werden, körperliche Erfahrungen möglich sein, aber auch Sinneswahrnehmungen, wie die Stille bewusst zu erleben. „Hier können die Kinder alle vier Jahreszeiten intensiv spüren und den Jahresrhythmus erleben“, schildert Sieberer.

„Mir war aber auch wichtig, dass die Kinder einen trockenen und warmen Platz zum Umziehen und Jausnen haben“, schildert Schönsgibl. Schon zweieinhalb Jahre hatte sie die Idee des Waldhauses im Kopf. Dass sie nun endlich umgesetzt wurde, ist der großen Mithilfe aller Beteiligten zu verdanken. Das unterstreicht auch Bürgermeister Klaus Winkler: „Wenn alle an etwas glauben und an einem Strang ziehen, kann man Großes schaffen.“

Derzeit zählt der Kitzbüheler Kindergarten am Voglfeld insgesamt 154 Kinder, die in acht Gruppen aufgeteilt sind. Das Waldhaus können die Pädagogen entweder für einen Tag nutzen oder auch eine Woche. „Das überlassen wir ganz ihnen, wie sie es für am besten empfinden“, sagt Sieberer. Das Waldhaus steht aber auch der Volksschule, dem Hort, den Spielgruppen und Vereinen wie den Pfadfindern zur Verfügung.

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Die Kosten betragen für die Stadt 30.000 Euro. „Das sind die Kosten für das Fundament und die Anschlüsse. Das Gebäude wurde von einem privaten Spender zur Verfügung gestellt, der aber anonym bleiben möchte“, erklärt Bürgermeister Winkler.


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