EU-Wahl: EUROPA JETZT wäre die neunte Europaparlaments-Partei

Wien (APA) - Auch wenn die Umfragen nicht allzu gut stehen, hofft Johannes Voggenhuber, mit seiner Initiative „1 Europa“ in Kooperation mit ...

Wien (APA) - Auch wenn die Umfragen nicht allzu gut stehen, hofft Johannes Voggenhuber, mit seiner Initiative „1 Europa“ in Kooperation mit der Liste JETZT nach Straßburg zurückzukehren. Gelingt dies, wäre „EUROPA“ - so der Kurzname am Stimmzettel - die neunte EU-Parlaments-Partei Österreichs. Als Spitzenkandidat der Grünen gelangen Voggenhuber von 1996 bis 2004 regelmäßig Rekordwerte.

So hat der früher höchst EU-kritische Grüne, der mit der Beitritts-Volksabstimmung zum glühenden Europäer mutierte, auch große Erfahrung im Europaparlament: Seine 14,5 Jahre von 1995 bis 2009 sind die fünft-längste Funktionsdauer. Die Grünen nominierten ihn schon für die mit dem Beitritt am 1. Jänner 1995 eingesetzte Österreicher-Riege, und bei den ersten drei Wahlen war er ihr Spitzenkandidat.

Bei jedem dieser Urnengänge toppten die Grünen ihre Nationalrats-Ergebnisse. 2004 gelang mit Voggenhuber das erste zweistellige Bundes-Ergebnis - und die 12,89 Prozent blieben über zehn Jahre grüner Bundeswahlrekord. Denn Ulrike Lunacek, die Voggenhuber 2004 - gegen dessen Willen - den ersten Listenplatz abnahm, fiel in ihrer ersten Wahl wieder unter die 10er-Grenze. Aber 2014 nahm Lunacek Voggenhuber mit 14,52 Prozent auch den Rekord ab - und dieser gilt (mit der Nationalratsschlappe) bis heute.

Für seinen Wiedereinzug ins EU-Parlament müsste Voggenhuber deutlich mehr als vier Prozent - zwischen 4,6 und 4,9 Prozent - schaffen, also rund 150.000 Wähler von sich überzeugen. Das zeichnet sich in den bisher veröffentlichten Wahlumfragen nicht ab: EUROPA wurde da meist bei zwei, drei Prozent, einmal auch bei vier Prozent ausgewiesen. Die Grünen können mit sieben bis neun Prozent hingegen auf ein Mandat hoffen.

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Die Erfolgsquote der Parteien bei den EU-Wahlen ist aber relativ hoch: Von 16 Parteien, die es in den bisher fünf Urnengängen auf den Stimmzettel geschafft haben (heuer kam keine neue dazu), eroberte genau die Hälfte das EU-Parlament. Bleibend gelang dies den heimischen Parlamentsparteien ÖVP, SPÖ, FPÖ und den Grünen. Die NEOS waren 2014 die bisher letzten Newcomer.

Nur vorübergehend im EU-Parlament waren das Liberale Forum (1996 bis 1999) und das BZÖ (2011 bis 2014) mit je einem Mandat - und die zweimal hoch erfolgreiche Liste Hans-Peter Martins. 2004 und 2009 holte sie mit zuletzt fast 18 Prozent jeweils drei Mandate. Aber sie löste sich im Streit auf und trat 2014 gar nicht mehr an.

~ WEB http://partei.jetzt/ ~ APA031 2019-04-18/06:02


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