Investorenmodelle: Land prüft Barriere

Investorenmodelle als neues Geschäftsfeld im Tourismus sorgen seit Monaten in Tirol für heftige politische Debatten. Wohn- oder Chaletanlage...

In den nächsten zwei Wochen werden beginnend mit Mittwoch nach Ostern vier Lkw-Blockabfertigungen in Kufstein durchgeführt.
© Otter

Investorenmodelle als neues Geschäftsfeld im Tourismus sorgen seit Monaten in Tirol für heftige politische Debatten. Wohn- oder Chaletanlagen mit mehreren hundert Betten werden errichtet, die Appartements bzw. Chalets an finanzkräftige Anleger – hauptsächlich aus dem Ausland – verkauft. Hotelbetreiber vermieten dann die Zimmer an Urlauber. Eigentlich drängte die schwarz-grüne Landesregierung auf eine Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes. Die Begründung von Wohnungseigentum sollte in Beherbergungsbetrieben eingeschränkt bzw. verboten werden. Doch dagegen legen sich einige Bundesländer quer, weshalb es zu keiner Bundeslösung kommt. „Deshalb müssen wir jetzt selbst handeln. Rechtlich können wir die Kapitalsverkehrsfreiheit aber nicht aushebeln“, sagt der für den Grundverkehr zuständige LHStv. Josef Geisler (VP). Über die Bau- und Raumordnung sowie über das Grundverkehrsgesetz will das Land trotzdem rote Linien einziehen. Eine Arbeitsgruppe befasst sich mit möglichen gesetzlichen Schranken.

Apropos Barrieren: In den kommenden zwei Wochen werden wieder Lkw-Blockabfertigungen in Kufstein durchgeführt: Mittwoch, 24. April, Freitag, 26. April, Montag, 29. April, und Donnerstag, 2. Mai. An 32 Tagen wird heuer dosiert, pro Stunde dürfen dabei maximal 300 Lkw nach Tirol fahren. Im Vorjahr gab es 27 Blockabfertigungen. „Mit den Blockabfertigungen wollen wir den ungebremsten Transitverkehr eindämmen und einen Verkehrskollaps verhindern“, sagt LH Günther Platter (VP). Für Verkehrsreferentin LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) ist die Dosierung der Transit-Lkw an verkehrsstarken Tagen wieder ein wesentlicher Beitrag, den Verkehr auf der Inntalautobahn flüssig und somit sicher zu halten.

Die FPÖ schießt sich auf SPÖ-Vorsitzenden Georg Dornauer ein, weil die Tiroler SPÖ-Bürgermeister die Bezahlung von Asylwerbern für gemeinnützige Tätigkeiten nicht auf 1,50 Euro in der Stunde reduzieren wollen. Zu behaupten, 1,50 Euro pro Stunde für Asylwerber wären zu wenig, sei fernab von jeder Sachlichkeit und billiger Populismus, kritisieren Landesparteiobmann Markus Abwerzger und LA Patrick Hasl- wanter. Und auch eine Verhöhnung von Arbeitnehmern in prekären Arbeitsverhältnissen.

Transitforumchef Fritz Gurgiser erneuerte Freitag die Forderung nach einem Erhalt des Landeskrankenhauses Natters. Gleichzeitig solle die Jugend- und Kinder-Reha nicht in Wiesing, sondern in Natters errichtet werden. (pn)

Geisler will Investorenmodelle im Tourismus beschränken.
© TT/Rudy de Moor

Kommentieren


Schlagworte