Vucic schließt jede Fortsetzung des Dialogs mit Prishtina aus

Belgrad (APA) - Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat am Freitag erneut die Fortsetzung des Normalisierungsdialogs zwischen Belgrad und Pr...

Belgrad (APA) - Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat am Freitag erneut die Fortsetzung des Normalisierungsdialogs zwischen Belgrad und Prishtina ausgeschlossen, solange die von der kosovarischen Regierung im November beschlossenen drastischen Zölle für Waren aus Serbien in Kraft sind. Es gebe kein Gespräch, solange dies so sei, sagte Vucic bei einer Kundgebung seiner Anhänger in Belgrad.

„Wir werden nichts tun, um die (Kosovo)Albaner zur Aufhebung der Zölle zu bewegen“, sagte Vucic. Es sei an der Zeit, dass sich die kosovarischen Behörden „normal und zivilisiert“ verhielten. Es sei nicht normal, im 21. Jahrhundert Zölle einzuführen, so Vucic. Auch sei Serbien bisher wiederholt um einen Kompromiss bemüht gewesen, die Albaner seien aber nur daran interessiert gewesen, Serbien zu erniedrigen.

Serbiens Präsident hat in seiner Ansprache besonders jene Anhänger begrüßt, die aus den Nachbarstaaten zur Kundgebung in Belgrad angereist waren. „Wir haben das Recht, uns als Serben zu bezeichnen, ohne andere zu gefährden,“ meinte er.

Unter anderem sind aus dem Kosovo über 7.000 Serben nach Belgrad gekommen , teilten die Organisatoren mit. Insgesamt wurde die Teilnehmerzahl auf rund 150.000 geschätzt, berichteten Medien.

Ministerpräsidentin Ana Brnabic hatte in ihrer Rede zuvor die „Einheit und die Stärke“ Serbiens gelobt. Sie beschuldigte die Opposition, keinen Plan und keine Vision zu haben. Auch wäre der oppositionelle Bund für Serbien, der seit Monaten an Protesten teilnimmt, nur bemüht, Serbien zu spalten, meinte sie.


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