Weißer Rausch

In St. Anton rauscht es wieder beachtlich

Einer anstrengenden Abfahrt folgt der Wettlauf mit der Zeit ins Ziel beim „Weißen Rausch“ in St. Anton am Arlberg.
© Zangerl

Mehr als 550 Wintersportler gleichzeitig stürzen sich am Ostersonntag beim „Weißen Rausch“ die Pisten am Arlberg hinunter.

St. Anton – 555 unerschrockene Wintersportler sind die Akteure der 22. Auflage des Kultrennens „Weißer Rausch“ in St. Anton. Wenn am Ostersonntag Punkt 17 Uhr mit dem Schuss aus der Böllerkanone am Vallugagrat das Spektakel seinen Lauf nimmt, dann heißt das Motto: Der Weg ist das Ziel.

Der Weg: Das sind jene rund neun Kilometer von der Valluga über Valfagehrjoch, Ulmerhütte, Alte Kandahar bis zum Ziel bei der Galzigbahn-Talstation. Das Ziel: so schnell wie möglich auf kürzestem Weg die Strecke zu meistern.

Nach rund neun Minuten, wenn die Muskeln hart wie Stein sind, das Adrenalin in den Körper geschossen ist, sind auch noch Hindernisse vor dem Ziel zu Fuß zu überwinden: aufgeschobene Schneehaufen. Erst dahinter wartet die Ziellinie.

Der Massenstart ab 17 Uhr erfolgt in mehreren Blöcken. Und so rasen Skifahrer, Snowboarder, Telemarker von der Valluga in das erste Nadelöhr, ehe schon der kräfteraubende Anstieg von läppischen, aber extrem fordernden 37 Höhenmetern am Schmerzensberg zum Valfagehrjoch folgt. Wer dort führt, hat die halbe Miete, aber noch längst nicht gewonnen. Die Buckelpiste über die Alte Kandaharroute und der schwere Schnee kosten weiter Kraft.

Wenn alle Teilnehmer im Ziel sind, folgt ab 19 Uhr bei der Talstation der Rendlbahn die Siegerehrung und ein Disco­abend. Den Strecken­rekord hält Lokalmatador und ÖSV-Trainer Paul Schwarzacher mit acht Minuten und 14 Sekunden. Diese Bestmarke gilt es zu knacken. (tz)

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