Sri Lanka - Regierungschefin May verurteilt „entsetzliche“ Anschläge

Colombo (APA/dpa) - Die britische Premierministerin Theresa May hat die Serie von Anschlägen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka als „entset...

Colombo (APA/dpa) - Die britische Premierministerin Theresa May hat die Serie von Anschlägen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka als „entsetzlich“ bezeichnet. „Wir müssen zusammenhalten und sicherstellen, dass niemand seinen Glauben in Furcht praktizieren muss“, teilte May am Sonntag in London mit.

Bei den Anschlägen in dem südasiatischen Inselstaat waren nach offiziellen Angaben Hunderte Menschen getötet oder verletzt worden. Auch Ausländer kamen bei den Explosionen am Ostersonntag um. Bisher gibt es keine Hinweise auf betroffene Österreicher.

Der russische Präsident Wladimir Putin verurteilte die Anschläge auf christliche Kirchen und Hotels in Sri Lanka ebenfalls scharf. „Das ist ein grausames und zynisches Verbrechen inmitten der Osterfeiertage“, hieß es in einem Schreiben Putins an den Präsidenten von Sri Lanka. „Ich gehe davon aus, dass Täter und Auftraggeber eine verdiente Strafe bekommen.“ Russland stehe im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite von Sri Lanka. Das Land trauere mit der Bevölkerung von Sri Lanka, gleichzeitig hoffe Putin auf eine schnelle Genesung der Verletzten.

Der russische Außenpolitiker Leonid Sluzki betonte der Agentur Interfax zufolge, dass Terroristen nur gemeinsam erfolgreich bekämpft werden könnten. „Wenn es eine solche Anfrage an Russland gibt, wird die russische Seite sicherlich alle notwendige Unterstützung bei der Suche nach den Verbrechern geben und den Opfern helfen“, schrieb der Vorsitzende des Außenausschusses im russischen Parlament.

Auch EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sicherte Sri Lanka seitens der Europäischen Union Unterstützung zu und erklärte ihre Solidarität zur Bevölkerung und den Behörden des Landes. „Die Europäische Union spricht den Familien und Freunden der Getöteten ihr aufrichtiges Beileid aus und wünscht den vielen Verletzten eine rasche Genesung“, so Mogherini in einer Stellungnahme. Die Gewalttaten am Ostersonntag richteten sich Mogherini zufolge gegen alle Glaubensrichtungen und all jene, die die Religionsfreiheit wertschätzen.

Der Tod „Dutzender Menschen, die Ostern feierten, bringt uns zum Weinen“, schrieb der sozialistische Ministerpräsident Spaniens, Pedro Sanchez, auf Twitter. „Terror und Barbarei werden uns niemals bezwingen“, betonte er.


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