Sri Lanka - Frankreichs Präsident Macron verurteilt Anschläge

Colombo (APA/dpa) - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Anschläge auf mehrere Luxushotels und christliche Kirchen in Sri Lanka „au...

Colombo (APA/dpa) - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Anschläge auf mehrere Luxushotels und christliche Kirchen in Sri Lanka „aufs Schärfste“ verurteilt. „Tiefe Trauer nach den Terroranschlägen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka“, schrieb Macron am Sonntag auf Twitter.

Es handle sich um „abscheuliche Taten“. Er sprach den Menschen in Sri Lanka seine Solidarität aus. Die Gedanken seien an diesem Ostertag bei allen Angehörigen der Opfer.

Nach den verheerenden Anschlägen in Sri Lanka beklagte das katholische Hilfswerk Missio mangelndes Versöhnungsengagement in dem lange von einem Bürgerkrieg zerrissenen Land. „Nach wie vor fehlt es an Bemühungen, gemeinsam Wege des Friedens und der Versöhnung zu gehen und der gesamten Bevölkerung ein Leben in voller Achtung ihrer persönlichen Würde zu ermöglichen“, klagte Prälat Klaus Krämer, Präsident von Missio Aachen, am Ostersonntag.

Die tropische Insel Sri Lanka an der Südspitze Indiens sei zehn Jahre nach dem Bürgerkrieg nur scheinbar zur Ruhe gekommen. Im Inneren des Landes schwele noch immer der Konflikt zwischen den beiden größten ethnischen Gruppen - den buddhistischen Singhalesen und den hinduistischen Tamilen. Vor allem die im Krieg unterlegenen Tamilen beklagten weiterhin schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen durch den Staat.

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Auch die Verbrechen des Bürgerkrieges seien immer noch nicht aufgearbeitet, das Schicksal von Zehntausenden Verschwundenen noch nicht aufgeklärt. Fundamentalistische buddhistische Organisationen versuchten immer noch, ethnische Konflikte religiös aufzuladen, beklagte Missio. Darunter hätten in der Vergangenheit auch Christen und Muslime gelitten.

Bei einer Serie von offenbar koordinierten Angriffen auf drei christliche Kirchen und drei Luxushotels in Sri Lanka kamen am Ostersonntag mindestens 185 Menschen ums Leben. Zudem wurden bei den Explosionen mehr als 450 Menschen verletzt, wie aus Angaben der örtlichen Krankenhäuser weiter hervorgeht.


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