Imster Bergbahnen: „Die Beschneiung hat uns Weihnachten gesichert“

Der Geschäftsführer der Imster Bergbahnen, Bernhard Schöpf, kann ein Umsatzplus von zehn Prozent im Winter verzeichnen.

Der Imster Bergbahner, Bernhard Schöpf, darf sich über die abgelaufene Wintersaison freuen. Er sieht im Single-Trail eine Nische, während der Streichelzoo und die Alpenkörbe am Speicherteich beibehalten werden.
© Parth

Von Thomas Parth

Imst –Am 1. Mai öffnen die Imster Bergbahnen wieder und starten voller Elan in die Sommersaison. „Heuer hat sich die Beschneiungsanlage mehr als gerechnet. Man muss sich nur im Kurzzeitgedächtnis in Erinnerung rufen, dass selbst heuer das Weihnachtsgeschäft ohne Beschneiung nicht zu stemmen gewesen wäre“, unterstreicht GF Bernhard Schöpf. Klar sei der Imster Lift in die Jahre gekommen, aber noch erhalte man die Konzession. „Wir schauen auf unseren Lift, wobei die Ersatzteilbeschaffung immer stärker zum Thema wird. Es ist daher legitim, die Wirtschaftlichkeitsfrage zu stellen, weshalb wir uns Gedanken machen, wohin die Haupteigentümer Stadtgemeinde und Imst Tourismus gehen wollen“, erklärt Schöpf. Der Unterschied zum Venet sei bislang der große Rückhalt und die hohe Akzeptanz des Imster Liftes innerhalb der Stadtbevölkerung. „Heuer konnten wir im Tagesgeschäft um zehn Prozent mehr Umsatz zulegen. Großinvestitionen lassen sich aber aus dem laufenden Budget nicht tätigen“, zieht Schöpf Bilanz.

Die angespannte Parkplatz-Situation während des sehr schneereichen Winters sieht Schöpf eher gelassen: „Wenig freie Parkplätze heißt auch große Nachfrage, wobei wir uns schon um ausreichend Parkraum bemühen.“ Eine Parkraumbewirtschaftung, die Skipass-Inhaber sind von der Parkgebühr befreit, könne jedenfalls rasch an der 100.000-Euro-Marke kratzen.

Die Gastronomie in Hoch-Imst und im Ski- und Wandergebiet sieht Schöpf als ausreichend abgedeckt. Er hofft auf das neue Waldcafé, welches Thomas Schatz übernommen hat, als weiteren Einkehrpunkt im Bereich der Talstation.

Die Bergbahnen bleiben ihrer charmanten Linie treu, verspricht Schöpf, den Beschneiungsteich als erholsame Ruhezone zu belassen. „Wir sind nicht Sylt, darum stehen bei uns keine Strandkörbe, sondern Alpenkörbe mit Blick aufs Wasser.“ Das bringe gleichermaßen Pluspunkte bei Gästen wie bei Einheimischen, ebenso wie der Streichelzoo auf der Obermarkter Alm. Beide Maßnahmen würden darüber hinaus die Social Media mit ausreichend Fotomotiven füttern. „Am Thema Single-Trail bleiben wir dran“, verspricht Schöpf: „Wir könnten bereits ab Anfang Mai Radfahrer transportieren, wo andernorts noch die Wintersaison läuft.“

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