Felssicherungen: Verbindung nach Garmisch für fünf Wochen gekappt

Vom 13. Mai bis 14. Juni herrscht an Werktagen von 8 bis 17 Uhr zwischen Ehrwald und Garmisch Totalsperre. Grund dafür sind Felssicherungen.

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Die bis zu 34 Meter hohe Felswand entlang der Straße wird auf 420 Metern Länge mit aufwändigen Maßnahmen gesichert.
© Paschinger

Ehrwald, Garmisch –„Wir müssen diese Felssicherungen vor dem nächsten Winter durchführen – sonst müsste die Straße komplett gesperrt werden“, verdeutlicht Nadine Heiß vom Staatlichen Bauamt Weilheim (Bayern) die Dringlichkeit der Maßnahmen. Wie berichtet, wird deshalb die deutsche B23 zwischen Griesen und Grainau vom 13. Mai für fünf Wochen bis zum 14. Juni, von Montag bis Freitag zwischen 8 und 17 Uhr, total gesperrt. Über die Nacht sowie an Wochenenden gibt es eine Ampelregelung. Damit könne die Situation für Pendler entschärft werden und auch die Bahn bleibt in Betrieb. Der Radweg ist ebenfalls weiterhin befahrbar. Nach dem 14. Juni bleibt noch zwei Wochen eine Ampelregelung wegen der Restarbeiten bestehen.

Seitens des Ehrwalder Bürgermeisters Martin Hohenegg, der beim Vorstellungs-Termin vor Ort ebenfalls dabei war, herrscht Erleichterung. Er sei dankbar, dass man sich im Rahmen der Gespräche auf den Baubeginn im Mai einigen konnte. „Die Pfingstferien treffen nur Bayern und Baden-Württemberg – aber eine Baustelle während der Sommermonate wäre eine wirkliche Katastrophe“, erinnert er auch an große Veranstaltungen wie die BMW-Tage in Garmisch.

Martin Hohenegg, BM Ehrwald: „Ich bin dankbar, dass wir uns im Rahmen der Gespräche auf diesen früheren Termin einigen konnten.“
© Paschinger

Für die bayerischen Straßenbauer ist das Baulos eine Herausforderung. Durch den Frost-Tau-Wechsel, Baumwurzeln und Starkregen komme es immer wieder zu Abbrüchen, es drohen auch größere Blöcke abzustürzen, so Heiß. Auf 420 Metern wird die bis zu 34 Meter hohe Felswand ausgeholzt, es müssen gut 7500 m² an Felsfläche mit Stahlnetzen, die durch 1600 Anker fixiert sind, verkleidet werden. Aufgrund der beengten Raumverhältnisse ist während der Arbeiten die Totalsperre unumgänglich. Die Kosten der Maßnahmen werden mit 720.000 Euro angegeben.

Besonders betroffen ist der Grainauer Ortsteil Griesen, der durch die Sperre abgeschnitten wird. Für Notfälle wurde eine Regelung mit der Baustelle und hinsichtlich einer Radwegnutzung getroffen. Und auch die Ehrwalder Feuerwehr ist eingebunden. (pascal)


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