Schutzwald in Wildermieming wird klimafit

Knapp 70 Prozent der Gesamtwaldfläche Tirols sind als Schutzwald ausgewiesen. Diese Wälder stellen die Grundlage für die Naturgefahrensicher...

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Waldaufseher Karl Krug (Mitte) erläutert die Klimaanpassungsmaßnahme­n in Wildermieming.
© Land Tirol

Knapp 70 Prozent der Gesamtwald­fläche Tirols sind als Schutzwald ausgewiesen. Diese Wälder stellen die Grund­lage für die Naturgefahren­sicherheit im Tiroler Lebensraum dar.

Durch den Klimawandel geraten besonders Fichten-Reinbestände unterhalb von 1000 Metern Seehöhe stark unter Druck. Wochenlang­e Trockenheit und heftige Stürme machen dem Tiroler Schutzwald immer mehr zu schaffen. Zudem beeinflussen die veränderten Klimabedingungen auch die Tier-und Pflanzenwelt. Erhöhtes Borkenkäfer-Aufkommen, aber auch der Wildeinfluss stellen die Wälder zusätzlich auf eine Belastungsprobe.

Der Verein Pro Silva Austria setzt sich für eine naturnahe Waldbewirtschaftung ein und hat jüngst eine hochrangige Exkursio­n, begleitet u. a. vom Leiter der Forstplanung Tirol Kurt Ziegner, dem Leiter der Bezirksforstinspektion Innsbruck Günther Brenner sowie engagierten Förstern und Waldaufseher­n, neben Pettnau und Kematen auch nach Wildermieming unternommen.

Vor Ort konnten die Anstrengungen einer Umwandlung von Rein- in Mischwald begutachtet werden. Natürlich vorkommende Laubbaumarten wie Eiche, Buch­e, Linde oder Bergahorn sollen aktiv in die Wälder eingebracht werden, um dadurch die Widerstandskraft gegen Klimaextreme zu erhöhen. Das langfristige Ziel dabei ist es, die Schutzfunktion der Wälder auf Dauer abzusichern. (TT)

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