Zahl der privaten Schusswaffen in Österreich 2018 erneut gestiegen

Der leichte Anstieg der registrierten Schusswaffen verlief gleichmäßig durch alle Bundesländer. In Tirol gibt es derzeit etwa 22.500 private Waffenbesitzer.

(Symbolfoto)
© dpa

Wien – Die Zahl der Schusswaffen in Privatbesitz ist im Jahr 2018 in Österreich angewachsen, allerdings in geringerem Ausmaß als zuletzt. Mit Stichtag 1. Jänner 2019 waren 1,056.203 private Schusswaffen registriert, ein Plus von 3,2 Prozent binnen Jahresfrist. Bis 1. Mai legte der Besitz weiter kontinuierlich zu – auf 1,068.582 Schusswaffen, teilte das Innenministerium auf Anfrage mit.

Im Jahr 2018 verlief der Anstieg gleichmäßig durch alle Bundesländer und hauptsächlich in den Kategorien B (Faustfeuerwaffen/Pistolen, halb automatische Schusswaffen und Repetierflinten) sowie Kategorie C (Büchsen), berichtete die Kleine Zeitung auf Basis der Beantwortung einer Anfrage Grüner Bundesräte durch Innenminister Herbert Kickl (FPÖ). „Der Anstieg der Schusswaffen von 1. November 2018 bis 1. März 2019 betrug lediglich 1,24 Prozent“, hieß es darin.

Die Frage, ob „angesichts des zunehmenden Erwerbs von Schusswaffen durch Privatpersonen auch die Ressourcen zur Wahrnehmung der gesetzlich vorgesehenen Kontrollmaßnahmen“ erhöht werden sollten, wurde negativ beantwortet. Dies sei „derzeit nicht erforderlich“.

Rund 22.500 Waffenbesitzer in Tirol

Laut Zentralem Waffenregister leben die meisten Waffenbesitzer in Niederösterreich (1. Mai: 80.870), Oberösterreich (53.345) und der Steiermark (51.173). Wien liegt mit 35.750 Waffenbesitzern (35.909) an vierter Stelle. In Tirol leben etwas mehr als 22.500 Waffenbesitzer.

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Von den 1,056.203 angemeldeten Waffen fanden sich 294.137 (297.778) in Niederösterreich, 183.970 (186.025) in Oberösterreich, 165.091 (166.916) in der Steiermark und 104.238 (105.156) in Wien. (APA)


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