Grasser-Prozess - Intensiver Verhandlungsmonat Mai

Wien/Linz (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Walter Meischberger, Peter Hochegger und andere rund um ...

Wien/Linz (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Walter Meischberger, Peter Hochegger und andere rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen (Buwog u.a.) und das Linzer Bürohaus Terminal Tower sind im Mai neun Verhandlungstage angesetzt. Morgen Dienstag, am 91. Verhandlungstag, geht der Prozess im Großen Schwurgerichtssaal des Wiener Straflandesgerichts weiter.

Richterin Marion Hohenecker setzt die Zeugeneinvernahmen zur Buwog-Privatisierung fort. Laut Anklage ist damals im Geheimen ein Prozent des Kaufpreises, konkret 9,6 Mio. Euro, als Schmiergeld an Grasser, Meischberger, Hochegger und den mitangeklagten Makler Ernst Karl Plech geflossen. Grasser weist den Vorwurf entschieden zurück. Meischberger gibt an, er habe das Geld für Beratungsleistungen erhalten. Plech dementiert, Geld aus der Provision bekommen zu haben. Hochegger hat ein Teilgeständnis abgelegt.

Am Dienstag sind zwei Zeugen geladen, ein früheres Mitglied der Auswahlkommission bei der Privatisierung und eine ehemalige Mitarbeiterin von Grassers Ministerkabinett. Am Mittwoch ist ein ehemaliger Mitarbeiter der Investmentbank Lehman Brothers in den Zeugenstand geladen. Für Donnerstag steht eine weitere frühere Mitarbeiterin in Grassers Kabinett auf der Zeugenliste. Auch der Belastungszeuge gegen Grasser, dessen ehemaliger Kabinettsmitarbeiter Michael Ramprecht, soll noch einmal im Zeugenstand befragt werden.

Auch die nächste und die übernächste Woche sind jeweils drei Prozesstage angesetzt.

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