Europas Leitbörsen zur Eröffnung schwächer erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen werden am Donnerstag etwas tiefer erwartet. Der Future auf den Eurozonen-Leiti...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen werden am Donnerstag etwas tiefer erwartet. Der Future auf den Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 deutete vor Handelsbeginn auf ein Minus von 0,50 Prozent hin. Vorgaben, besonders in Fernost, fielen negativ aus.

So ging es bereits an Asiens Börsen angesichts harter Rhetorik im Handelsstreit zwischen den USA und China am Morgen bergab. Unmittelbar vor neuen Gesprächen mit China warf US-Präsident Donald Trump der Regierung in Peking Wortbruch vor. Aus Verärgerung bekräftigte Trump, die bereits geltenden Sonderzölle auf Importe aus China im Wert von 200 Milliarden Dollar von Freitag an zu erhöhen. Als Vergeltung kündigte China „notwendige Gegenmaßnahmen“ an.

Die chinesische Verhandlungsdelegation unter Leitung von Vizepremier Liu He wird am Donnerstag für zweitägige Gespräche in der US-Hauptstadt erwartet. Die Aussichten, kurzfristig noch zu einer Einigung zu kommen, waren allerdings schlecht. Beide Seiten sind nach Einschätzung von Experten weit voneinander entfernt.

„Ein erfolgreiches Handelsabkommen scheint nun nahezu vom Tisch zu sein“, schrieben die Devisenexperten der Commerzbank. „Das kann heißen, dass die Gespräche vollkommen scheitern und endgültig abgebrochen werden, oder aber sie vorerst nur auf Eis gelegt werden.“ Die neuen Zölle würden die zukünftigen Verhandlungen sicherlich erschweren und die Aussicht auf Erfolg bliebe fraglich.

Unternehmensseitig blicken Anleger einmal mehr auf die frischen Geschäftszahlen. So verhalfen bessere Wetterbedingungen als im Vorjahr dem Baustoffkonzern HeidelbergCement im Auftaktquartal zu deutlich mehr Gewinn und Umsatz. Auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Aktien rund 5 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Mittwoch.

Die Deutsche Telekom verdiente zu Jahresbeginn vor allem wegen des US-Geschäfts operativ deutlich mehr. Dabei halfen vorwiegend der schwache Euro und die Zukäufe hierzulande und in den Niederlanden. Auf Tradegate hielten sich die T-Mobile-Aktien stabil.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA080 2019-05-09/08:32


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