Masern-Schwerpunkt im Unterland ist nur ein Zufall

Laut Landessanitätsdirektion lassen sich aus den jüngsten Masernfällen in Kufstein keine Rückschlüsse über die Impfbereitschaft ziehen.

Die Landessanitätsdirektion Tirol empfiehlt vor allem Personen zwischen 20 und 50 Jahren, ihren Masern-Impfstatus zu überprüfen und, wenn notwendig, sich ein zweites Mal impfen zu lassen.
© imago stock&people

Von Nikolaus Paumgartten

Kufstein, Innsbruck – Schon wieder ein Masernfall – und wieder im Bezirk Kufstein. Wie berichtet, wurde der erkrankte Mann vergangene Woche umgehend isoliert und zur weiteren Behandlung ins Bezirkskrankenhaus Kufstein gebracht. Es handelt sich heuer bereits um den vierten Masernfall in Tirol. Und der Eindruck, dass die Erkrankung in jüngerer Vergangenheit vor allem im Tiroler Unterland aufgetreten ist, täuscht nicht, wie ein Blick auf die Statistik verrät. Denn tatsächlich wurden alle vier Fälle in Kufstein diagnostiziert. Vergangenes Jahr wurde eine Erkrankung in Innsbruck gemeldet, im Jahr zuvor waren es zehn in Kufstein, 2013 gar zwölf in Kitzbühel. Insgesamt wurden in den vergangenen zehn Jahren in Tirol 71 Masernerkrankungen registriert, alleine 30 davon in Kitzbühel und Kufstein mit jeweils 15 Fällen. Innsbruck führt die Statistik mit 16 Erkrankungen an, auf dem dritten Platz landet der Bezirk Innsbruck-Land mit 13 Erkrankungen.

Kostenlos registrieren und weiterlesen

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden

Kommentieren


Schlagworte