Erstmals Todesstrafen auf Grundlage von DNA-Tests in Somalia

Mogadischu (APA/AFP) - In Somalia sind erstmals drei des Mordes schuldig gesprochene Männer auf der Grundlage von DNA-Tests zum Tode verurte...

Mogadischu (APA/AFP) - In Somalia sind erstmals drei des Mordes schuldig gesprochene Männer auf der Grundlage von DNA-Tests zum Tode verurteilt worden. Das Urteil gegen die drei Männer wurden bereits am Sonntag „wegen Entführung, Vergewaltigung und Mordes an Aisha Iljas“ gesprochen.

Anfang 2017 hatten sie nach Überzeugung des Gerichts die Zwölfjährige verschleppt, vergewaltigt und zu Tode gefoltert, bevor sie den Eltern des Mädchens den Leichnam vor die Tür gelegt hatten. Der Fall hatte ein Schlaglicht auf die weit verbreitete Straflosigkeit in Somalia geworfen; durch zwei Jahrzehnte Gewalt und Bürgerkrieg hat ein Großteil der Bevölkerung des ostafrikanischen Landes keinen Zugang zur Justiz.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden 37 DNA-Proben von Verdächtigen genommen und in dem Labor in der halbautonomen Region Puntland gelagert. Da das Labor derzeit keine Analysen vornehmen kann, wurden die Proben zur Auswertung nach Kenia geschickt. Daraufhin konnten die drei Verdächtigen überführt werden. Die Todesstrafe wird in Somalia durch Erschießen vollstreckt.

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