Brettspiel „KHG“: EGMR weist Grasser-Beschwerde ab

Nachdem der ehemalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser bereits in Österreich höchstgerichtlich abgeblitzt war, hat nun auch der EGMR die Beschwerde Grassers abgewiesen. Es geht um das Brettspiel „KHG“. Grasser sah sein Recht auf Achtung der Privatsphäre verletzt.

Österreichs Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser. (ÖVP/FPÖ)
© APA

Straßburg – Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat eine Beschwerde des früheren Finanzministers Karl-Heinz Grasser betreffend eines Brettspiels namens „KHG“ („Korrupte haben Geld“) als „offensichtlich unbegründet“ zurückgewiesen. Grasser war zuvor in Österreich mit einer Klage höchstgerichtlich gescheitert, der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte seine Berufung bereits 2016 verworfen.

Grasser beschritt schließlich den Weg zum EGMR. Der ehemalige Finanzminister sah sich im Recht auf Achtung des Privatlebens (Artikel 8 der Menschenrechtskonvention) verletzt, weil die österreichischen Gerichte das Brettspiel nicht vom Markt genommen haben. Der EGMR wies die Beschwerde nun einstimmig zurück.

„KHG“ ist angelehnt an ein „DKT“-Brettspiel. Es stellt in humorvoll-satirischer Weise 35 Korruptionsfälle der Republik Österreich dar. Grasser wird bei einem der Fälle („Schwiegermutter“) namentlich genannt. Mehr als 10.000 Mal wurde es laut den Betreibern in den vergangenen drei Jahren verkauft. „Jeder kann bei KHG betrügen und unterschlagen und hinterher behaupten ‚des is part of the game‘“, so die Erklärung zum Spiel. (APA)

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