Regierungskrise - EVP-Spitzenkandidat: Populisten sind keine Lösung

Zagreb (APA/dpa) - Der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, sieht sich durch die jüngsten Entwicklungen in Öst...

Zagreb (APA/dpa) - Der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, sieht sich durch die jüngsten Entwicklungen in Österreich in seinem Kurs der Abgrenzung gegen Rechtspopulisten bestätigt. „Ich habe es schon lange und viele Male gesagt (...), linke und rechte Extremisten und Populisten sind keine Lösung“, erklärte er am Samstag in Zagreb.

Der CSU-Politiker nimmt am selben Abend zusammen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an einer Wahlkampfveranstaltung der EVP und ihrer kroatischen Mitgliedspartei HDZ (Kroatische Demokratische Gemeinschaft) teil.

Konkreter wollte sich Weber zum Rücktritt des österreichischen Vizekanzlers und FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache nicht äußern. Weber sprach in der Altstadt von Zagreb zu Journalisten. Zusammen mit dem kroatischen Ministerpräsidenten und HDZ-Chef Andrej Plenkovic besichtigte er ein 440 Quadratmeter großes Wahlplakat der EVP.

Strache hatte bei einem Treffen mit einer angeblich schwerreichen Investorin auf Ibiza erklärt, er würde ihr im Gegenzug für Wahlkampfhilfe öffentliche Aufträge zuschanzen, sollte die FPÖ an die Macht kommen. Nachdem ein Video von dem Treffen Medien zugespielt wurde, trat er zurück. Der Wiener FPÖ-Koalitionspartner ÖVP gehört der EVP an. Die EVP und ihr Spitzenkandidat Weber sehen sich jetzt der Forderung ausgesetzt, in Europa keine Koalitionen mit rechten Parteien wie der FPÖ zu akzeptieren.

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